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Edelmetalle – Ohrfeige zum Jahreswechsel

15:36 Uhr  |  Florian Grummes
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Der scharfe Rücksetzer seit Wochenbeginn wirkt erneut wie eine kalte Dusche und hat das überhitzte Sentiment schon auf einen Optix-Wert von 71 abgekühlt. Das letzte Stimmungshoch am Goldmarkt fiel allerdings nicht mehr ganz so euphorisch aus wie jenes am 21. Oktober. Daher bleibt es vorerst unklar, ob auch dieses Mal eine kalte Dusche ausreicht, oder ob womöglich eine deutlich größere Bereinigung des Sentiments vor dem nächsten Anstieg nötig ist.

Zusammengefasst ist das Sentiment bereits in den neutralen Bereich zurückgefallen, doch die kalte Dusche scheint noch nicht ganz ausgestanden. Idealerweise dreht der Optix oberhalb von 55 wieder nach oben. Andernfalls steigt die Wahrscheinlichkeit für eine ausgedehnte Korrektur stark an.


5. Saisonalität Gold

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Saisonalität für den Goldpreis über die letzten 17 Jahre vom 8. September 2025. Quelle: Seasonax


Pünktlich zum anvisierten saisonalen Wendepunkt hat der Goldpreis seit Mitte Dezember wieder stark zugelegt! Zusammen mit der Preisexplosion beim Silber scheinen die Edelmetalle jedoch in kürzester Zeit etwas übers Ziel hinausgeschossen zu sein. Die Saisonalität liefert dennoch bis in den Frühling hinein grüne Vorzeichen.

Insbesondere das chinesische Neujahr 2026, auch Frühlingsfest genannt, könnte im Vorfeld und ab dem 17. Februar große Käuferschichten auf der Suche nach Goldgeschenken anlocken. Möglicherweise fällt der Januar aufgrund des angelaufenen Rücksetzers untypischerweise schwach aus, bevor das chinesische Neujahr dann im Februar wieder für die saisonal typischen Preisanstiege sorgt.

Insgesamt steht die saisonale Ampel bis mindestens März auf grün.


6. Makro-Update – Silber als Industrie-Hegemon, Gold als Reserve-Anker

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Gold und Silber in US-Dollar im Jahr 2025, vom 26. Dezember 2025. Quelle: Alasdair MacLeod


Nach einer sensationellen Hausse beenden die Edelmetallpreise das Jahr 2025 mit extremer Volatilität. Während der Jahresverlauf von neuen Allzeithochs beim Gold, Silber und Platin geprägt war, sorgt die scharfe Korrektur der letzten Tage für ein schales Jahresende.

Dabei erreichte der Silberpreis am 29. Dezember zunächst noch ein neues Allzeithoch von 84,03 USD, bevor er um über -16% auf 70,52 USD einbrach. Der Goldpreis kam ebenfalls bereits von 4.550 USD bis auf 4.274 USD zurück.

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Platin in US-Dollar, Tageschart vom 31. Dezember 2025. Quelle: Tradingview


Besonders hart hat es Platin getroffen, welches vom neuen Allzeithoch bei 2.525 um über -25% auf 1.891 USD zurückfiel. Diese extremen Bewegungen offenbaren die tiefe Kluft zwischen den Papierpreisen an der COMEX (Commodity Exchange) in New York City und den physischen Märkten im mittleren Osten und in Asien.


Margin-Erhöhungen - Echo der Hunt-Brüder-Ära

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CME Group Margin-Erhöhungen, vom 30.Dezember 2025. Quelle: NoLimits



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