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Silber ausgebremst | COMEX Lagerbestände

22.01.2014  |  Markus Blaschzok
In den letzten Tagen werden zurecht die COMEX-Lagerhäuser thematisiert, da die registrierten physischen Bestände ein neues Rekordtief erreicht haben. Diese sind auf 370 Tsd. Unzen gesunken, womit die Futures Kontrakte nur noch zu 0,89% gedeckt sind. Das bedeutet, dass theoretisch 112 Personen ein Bezugsrecht auf eine Unze Gold hätten, wenn jeder die physische Aulieferung verlangen würde. Wie Sie wissen, beobachten wir diese Bestände ständig und stellen wöchentlich die aktualisierten Charts dazu kostenlos auf unserer Homepage dem interessierten Investor zur Verfügung. (www.BlaschzokResearch.de/cot )

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Im Durchschnitt werden zwei bis drei Prozent der Kontrakte physisch ausgeliefert, womit dieser niedrige Bestand grundsätzlich explosives Potenzial besitzt, da ein Run auf Gold die wahrscheinliche Folge wäre, wenn die COMEX ihr Lieferversprechen nicht mehr halten kann. Spekulanten würden sich dann womöglich auf jede Unze stürzen und schnell steigende Preise wären eine logische Konsequenz. Doch ist dieses Szenario wirklich wahrscheinlich?

Im letzten Jahr konnten wir erstmals statistisch beweisen, dass der Goldmarkt bereits seit 1977 manipuliert wird und unsere Abonnenten erhalten wöchentlich ein CoT-Update, bei dem wir die Manipulation ganz genau analysieren, da wir diese statistisch am Terminmarkt gut nachverfolgen können. Der Terminmarkt ist ein essenzieller Bestandteil der heutigen Manipulation und wird benötigt, um einen Anstieg der Edelmetalle über wichtige charttechnische Marken kurzfristig zu verhindern. Dies ist über den physischen Markt nicht mit der gleichen Effizent zu bewerkstelligen und würde ein Vielfaches an Ware benötigen - geschweige denn, dass die Eindeckung wiederum sehr kompliziert wäre.

Die Planwirtschaftler und ihre Manipulatoren sind also auf den Terminmarkt und dem amerikanischen Handelsplatz mit seiner Leitfunktion für den Goldpreis angewiesen, wenn sie die Kontrolle über den Goldpreis und die Zinsen am Markt nicht verlieren wollen. Ein Verlust des Vertrauens in die Comex könnte zu einer Abwanderung des Handels in andere Länder führen, wodurch die Kontrolle über die Preisfixierung verloren ginge.

Ich halte es daher für sehr unwahrscheinlich, dass es zu einem "Failure" am Terminmarkt kommt in diesem Jahr, wie ihn einige diesen bereits kommen sehen. Für das Bankenkartell oder die herrschenden Regime erschließt sich mir einfach kein Vorteil, wenn die COMEX zusammenbrechen und der Goldpreis in die Höhe schießen würde. In der Vergangenheit war es nämlich immer so, dass "Eligible" Bestände in den Lagerhäusern einfach auf die registrierten Bestände umgebucht wurden und so Lieferverpflichtungen stets erfüllt wurden. Auf unserer Homepage finden Sie auch die eligiblen Bestände und die langfristigen Charts dazu.

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Die aggregierten Bestände an der COMEX zeigen eine Deckung von 18,8%, womit auf jeden Kontrakt nur 5 Besitzer kommen und im Silber gar nur vier. Quelle: www.BlaschzokResearch.de/cot

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Ein Failure der Comex kann nicht ausgeschlossen werden, doch bleibt dieses Szenario äußerst unwahrscheinlich. Dennoch haben die niedrigen Bestände eine deutliche Signalwirkung, da jene der Lagerhäuser, als auch die des GLD, nicht ewig weiterfallen können. In den letzten drei Monaten stiegen die aggregierten Goldbestände wieder um 1,4 Mio Unzen an und entfernten sich so von ihrem Tief und auch die Bestände des GLD werden sich weiter stabilisieren. Damit fällt künftig zumindest zusätzliches Angebot, dass suppressiv auf den Goldpreis wirken könnte, aus. Spätestens, wenn die Preise wieder steigen und die Spekulation in den Edelmetallen wieder zunimmt, werden auch die Bestände mit dem gestiegenen Open Interest weiter wachsen müssen, wodurch zusätzliche Nachfrage geschaffen wird.

Die CoT-Daten für Gold haben sich in der letzten Woche neutral gezeigt. Die Kleinspekulanten waren auf der Shortseite zu sehen und das Managed Money hingegen auf der Longseite. Mittel- und langfristig zeigt sich ein deutliches Kaufniveau - kurzfristig war hingegen noch einmal relative Schwäche im Markt auf Monatssicht zu erkennen.

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Die Daten für Silber zeigten in der letzten Woche relative Stärke, während sie auf Monatssicht aufgrund einer Manipulation durch JP Morgan deutliche Schwäche zeigen. Dies dürfte der Hauptgrund sein, warum Silber bisher den Abwärtstrend und den Widerstand bei 20,30 USD nicht überwinden konnte und stellt kurzfristig noch einmal eine deutliche Gefahr dar. Die beiden CoT-Charts, sowie die für weitere 24 Future, die wir wöchentlich aktualisieren, können Investoren jederzeit kostenlos auf unserer Homepage einsehen.

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Der Silberpreis wurde die letzten beiden Monate jedes Mal bei 20,30 USD ausgebremst, was die Daten der US-Aufsichtsbehörde klar beweisen. Die Long-Spekulanten haben sich bereits ziemlich verausgabt, was die Gefahr birgt, dass diese ihre Long-Kontrakte plötzlich wie eine heiße Kartoffel fallen lassen und dazu übergehen könnten, auf nochmals fallende Kurse zu setzen. Andererseits könnte ein Sprung über den Abwärtstrend mit einer Bestätigung über 21,30 USD weitere Spekulanten ins Boot holen. Wir bleiben weiterhin vorsichtig nach der Manipulation der letzten beiden Monate und warten ab, da die Daten dafür sprechen, dass das Smart Money die Taschen noch nicht voll hat bei diesem Preis.

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© Markus Blaschzok
Dipl. Betriebswirt (FH), CFTe
BlaschzokResearch
BlaschzokMetals

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