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FED ist weiter vorsichtig

18.02.2016  |  Folker Hellmeyer
Der Euro eröffnet heute gegenüber dem USD bei 1.1163 (08.03Uhr), nachdem der Tiefstkurs der letzten 24 Handelsstunden bei 1.1107 im europäischen Geschäft markiert wurde. Der USD stellt sich gegenüber dem JPY auf 113.88. In der Folge notiert EUR-JPY bei 126.85. EUR-CHF oszilliert bei 1.1015.

Keine Überraschung brachte das letzte FED Protokoll, das gestern veröffentlicht wurde. Der erwartete abwartende Tonfall setzte sich sodann fort. Wer die letzten öffentlichen Auftritte von Frau Yellen verfolgt hat, fühlt sich mit diesem Protokoll an ihre Aussagen erinnert. Der nächste Zinsschritt wird noch auf sich warten lassen, denn die Vorgaben lassen der FED keinen Spielraum für ein kreatives Vorgehen.

Aber das ist nicht alles….

Die bisher für dieses Jahr ausgegebene Anzahl von 4 Zinserhöhungen (von 2017 gar nicht zu reden..) war nie vollständig nachvollziehbar und ist längst vom Markt demaskiert worden. Grundsätzlich gilt für die Projektionen der Leitzinsen, dass (noch) eine große Lücke zwischen Offenmarktausschuss und Markterwartungen klafft, die sich angleichen wird. Dabei sollten die Mitglieder des Offenmarktausschusses ihre so genannten „Dots“ sukzessive weiter auf einen flacheren Pfad bringen, das bedeutet: weiter nach hinten verschieben und niedriger ansetzen.

Die Aussagen von Mr. Bullard (s.Rubrik letzte Nachrichten) zeigen, dass die Realität keine „echte“ Zinswende zulässt, sondern die Erhöhung vom Dezember vorerst für sich allein bleibt. Dies bringt potenziell Enttäuschungspotenzial für den US-Dollar, denn trotz der sehr ausgeprägten Marktskepsis bezüglich des angekündigten Zinspfades ist der Markt Dollar long und Euro short. Übermäßige Aufwärtsbewegungen oder gar Rückkehr zu alten Niveaus oberhalb von 1,20 in EUR/USD sind allerdings nicht zu erwarten. Hierfür liefert Europa zu viele Schauplätze, die nicht zu viel Momentum aufkommen lassen werden.

Die letzten Zahlen zeigten ein gemischtes Bild:

Der gesamte Industriesektor in USA legte um sehr starke 0,9% im Januar zu, was zu einem gewissen Grad der Kältewelle zu Jahresbeginn geschuldet ist. Aber auch das verarbeitende Gewerbe konnte mit 0,5% deutlicher zulegten als prognostiziert wurde (0,3%).

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© Reuters


Die Kapazitätsauslastung stieg von 76,7 Prozent im Dezember auf 77,1 Prozent im Januar.

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© Reuters


Neubaubeginne sanken im Januar um 3,8 Prozent auf eine auf das Jahr hochgerechnete Zahl von 1,1 Mio. Einheiten. Dies war der dritte rückläufige Monat in Folge.

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© Reuters


Auch die Zahl der Baugenehmigungen gab nach, sie lag im Berichtsmonat bei 1,2 Mio. Einheiten und damit minimal unter dem Vormonatswert.

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© Reuters


Trotz der ermutigenden Signale, die durchaus zu erkennen sind, ist unter anderem der Hausmarkt ein wichtiger Indikator, der in der auf Vermögen aufbauenden Volkswirtschaft (s. Bullard-Kommentar) aufzeigt, dass die wirtschaftliche Erholung trotz massiver Subventionierung und immer noch sehr lockeren Kreditbedingungen verhältnismäßig wenig Wirkung entfaltet. Und dann sind da ja auch noch die „Störfeuer von außen“, wie uns die FED gerade erklärt hat….

Aktuell ergibt sich ein Szenario, das den Euro gegenüber dem USD favorisiert. Erst ein Unterschreiten der Unterstützungszone bei 1.0700 - 20 neutralisiert den positiven Bias.

Viel Erfolg!


© Moritz Westerheide
Bremer Landesbank



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