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Die wahren "Luftverpester": 15 Frachtschiffe = weltweite PKW-Verkehr

14.06.2011  |  Vertrauliche Mitteilungen
Geht es nach manchen Politikern und Journalisten, sind "weniger Autos stets besser als mehr". Mit dieser unbedachten aber gleichwohl ideologiegesteuerten Aussage brachte der neue baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) bereits vor seiner Amtseinführung Teile der Baden-Württemberger gegen sich auf. Gewiß - der Individualverkehr mit dem Auto wirft auch Probleme auf. Man denke nur an die Parkplatzsituation in den großen Städten oder auch die mit dem Autoverkehr verbundene Geräuschentwicklung.

Doch den von den "Auto-Kritikern" gerne angeführten, exorbitant hohen Schadstoffausstoß gibt es in der Praxis schon längst nicht mehr. Hier rangiert an erster Stelle der sogenannte "Hausbrand". Und neuere Berechnungen belegen, daß alleine die weltweit 15 größten Frachtschiffe einen höheren Schadstoffausstoß verursachen als der weltweite PKW-Verkehr.

Die Motoren dieser (und weltweit rund 60.000 weiterer) Schiffe sind auf den Betrieb mit Schweröl ausgelegt. Schweröl ist, einfach ausgedrückt, das was übrig bleibt, wenn die Raffinerien alle wertvollen Bestandteile des Rohöls abgespalten und daraus z.B. Benzin, Diesel oder Kerosin hergestellt haben. Statt diesen Rest mit einem hohen Gehalt an Schwefel und anderen Schadstoffen teuer zu entsorgen, wird er an Bord der Schiffe in Zentrifugen vom gröbsten "Dreck" getrennt und in den Motoren verbrannt. Die dabei frei werdenden Schadstoffe sind so erheblich, daß immer mehr Häfen dazu übergehen, die dort liegenden Schiffe mit "Landstrom" zu versorgen, damit zumindest dort die Schiffsmaschinen ausgeschaltet werden.

Nach Berechnungen eines deutschen Chemikers und Sachbuch-Autoren stößt eines der derzeit größten Containerschiffe während der Fahrt bei einem angenommenen Verbrauch von 14 Tonnen Schweröl pro Stunde, jede Stunde mehr als 1.100 Kilogramm Schwefeldioxid (SO2) aus. Würden die weltweit etwa 1,3 Milliarden PKW gleichzeitig fahren, kämen bei Verwendung des in Europa vorgeschriebenen, schwefel - armen Kraftstoffes jede Stunde rund 7.600 Kilogramm Schwefeldioxid zusammen. Bezogen auf das Schwefeldioxid stoßen also die sieben größten Containerschiffe während der Fahrt so viel Schwefeldioxid aus wie - theoretisch - alle weltweit vorhandenen Personenkraftwagen.

Dabei ist das Schwefeldioxid nur einer der zahlreichen Schadstoffe, die aus den Schiffsschornsteinen quellen. Doch hier für Abhilfe zu sorgen ist schwer, weil die meisten Frachter unter der Billigflagge einer Bananenrepublik fahren, der dieses Problem vollkommen gleichgültig ist.


© Vertrauliche Mitteilungen



Auszug aus den wöchentlich erscheinenden Infoblatt Vertrauliche Mitteilungen - aus Politik, Wirtschaft und Geldanlage, Nr. 3929



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