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Gold - ist der Boden drinnen? FED up!

04.01.2014  |  Markus Blaschzok
Gut ist der Goldpreis in das neue Jahr gestartet mit einem Plus von bisher 30 USD. Das Tief bei 1.180 USD wurde erfolgreich verteidigt. Jedoch sollte man sich erinnern, dass in den letzten CoT-Daten keinerlei Abbau der Shortpositionen von JP Morgan im Silber zu sehen war, was grundsätzlich für nochmals fallende Preise spricht. Die neuen CoT-Daten werden wegen den Neujahrsfeiertagen erst kommende Woche veröffentlicht werden, sodass wir frühestens Dienstag mehr über die Positionierungen erfahren. Der Goldpreis hat nun zwar den ersten kurzfristigen Abwärtstrend überwunden, doch der Nächste liegt bereits bei 1.240 USD und darüber wartet bei 1.280 USD schon der mittelfristige Abwärtstrend - außerdem stehen einige gleitende Durchschnitte noch im Weg.

Während der Goldpreis am Freitag noch leicht zulegen konnte, wurde der Silberpreis bereits gestern mit dem Erreichen des Widerstands bei 20,30 USD ausgebremst. Hier haben Spekulanten, die den Trendkanal handeln, sowie Tech-Fonds, die an dem 50-Tagedurchschnitt bei 20,30 USD short gehen für starken Verkaufsdruck gesorgt, sodass sich seither der Silberpreis nicht mehr von der Stelle bewegte und so relativ schwach zum Gold war. Unterstützung hatten die Spekulanten nach einem Anstieg des Volumens auf diesem Niveau wahrscheinlich durch die US-Regierung über JP Morgan bekommen, damit die für die Handelssysteme wichtige 50-Tagelinie im Silber nicht gebrochen wurde und man so Shorteindeckungen dieser verhinderte.

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Gold USD | 4-Stunden-Candle


Positiv: JP Morgan deckt sich physisch ein

Die Charttechnik gibt ganz kurzfristig etwas Hoffnung, da die Unterstützung bei 1.180 USD gehalten hat. Weiterhin hat JP Morgan sich wiederholt physisch ausliefern lassen - dieses Mal gleich 1.000 Kontrakte im Silber, also 5 Mio. Unzen, was die negative Shortposition, die zuletzt aufgebaut wurde wieder ein Stück weit negiert und diese deshalb nicht mehr derart bärisch ist. Dies schürt die Hoffnung, dass der wiederholte erfolgreiche Test der 1.180 USD vielleicht doch jetzt schon zu einer stärkeren und nachhaltigeren Bewegung führen könnte. Die CME Group hat für physische Auslieferung ein Positionslimit je Monat von 7,5 Mio. Unzen im Silber und 300.000 Unzen im Gold. JP Morgan hat sich in ihren Haus-Account sogar die doppelte Menge Gold, als eigentlich erlaubt ist, liefern lassen - nämlich 6.254 Gold Kontrakte, was 625.400 Unzen Gold entspricht. Damit wurden die Regeln der CME gebrochen - im Silber wurden die Grenze auch überschritten, doch nicht so extrem. JP Morgan steht als Handlanger des US-Schatzamtes natürlich über derartige Restriktionen. Angesichts der plötzlichen physischen Auslieferungen an JP Morgan, scheint der Boden bereits sehr nah zu sein. Ein letzter finaler Sell Off, zur Eindeckung der Shortpositionen von JPM, würde den kriminellen Manipulations-Coup komplett machen.


Negativ ist:

Die Charttechnik gab bisher kein prozyklisches Signal. Die Umsätze während der Feiertage über Weihnachten und Neujahr waren geringer, weshalb die Preisbewegungen nicht derart aussagekräftig sind und erst die kommende Handelswoche entscheidende Signale geben könnte. Dass JP Morgan unverändert short am Terminmarkt ist, stimmt nachdenklich und mehr von den CoT-Daten erfahren wir erst am Dienstag.


Fazit:

Der Abwärtstrend bei 1.240 USD konnte bisher nicht überwunden werden und Silber hat den Widerstand bei 20,30 USD nicht nehmen können, was dafür spricht, dass hier bereits ein Deckel drauf sein könnte bzw. die Spekulanten sich schnell verausgaben sollen. Zusammen mit den CoT-Daten ist die Wahrscheinlichkeit für nochmals tiefere Preise höher, als dass der Boden bereits drinnen ist, wobei Gold kurzfristig noch einmal Platz für 45 USD nach oben hätte - Silber jedoch lediglich nur noch einen US-Dollar auf 21,20 USD. Man sollte nicht zu viel riskieren und solange den Abwärtstrend traden, bis im Gold ein prozyklisches Kaufsignal mit Preisen über 1.250 USD entsteht. Dann wäre das Kursziel 1.280 USD - jedoch wahrscheinlich erst einmal nicht mehr. Kann der mittelfristige Abwärtstrend nicht gebrochen werden, wird das Tief noch einmal getestet und wahrscheinlich nach unten hin gebrochen werden mit einem Kursziel bei 1.150 USD. Von daher bietet sich entweder hier bei 1.240 USD oder bei 1.280 USD die Möglichkeit auf einen kurzfristigen Shorttrade mit 100 USD Gewinn, wenn es sich intraday abzeichnen sollte, dass es dort nicht mehr weiter geht und die Preise wieder abbröckeln. Das CRV hierfür ist mit einem engen Stop von 10 US-Dollar über dem Hoch am Widerstand gut.


100 Jahre FED -100 Jahre Raub, Niedergang und Sozialismus

Zu Weihnachten erhielten die Premium-Abonnenten eine ausführliche Zusammenfassung über die wahren Hintergründe der US-FED, die sie heute in Auszügen auch erhalten. Die weltweit mächtigste und einflussreichste Institution, die Federal Reserve, wurde vor 100 Jahren in der Nacht vom 23. auf 24. Dezember 1913 in einer Art geheimen Staatsstreich gegründet. Die Abstimmung im Kongress erfolgte spät nachts kurz vor Heiligabend, da alle Kongressmitglieder, die gegen den neuen Federal Reserve Act hätten stimmen können, zu diesem Zeitpunkt bereits im Urlaub waren. Aus der Sicht der Österreichischen Schule sowie politischen Aspekten zeigt sich ein Bild dieser Institution, das rein gar nichts mit der öffentlichen Wahrnehmung gemein hat. Deren Zweck wird landläufig und bei fast allen Experten völlig falsch wahrgenommen und der negative Einfluss der Federal Reserve auf Gesellschaft, Wirtschaft und Politik außerordentlich unterschätzt. Deshalb beleuchte ich kurz diesen äußerst wichtigen Aspekt, wie ich es sonst nur bei Vorträgen mache.

Da eine Notenbank mit so großer Macht ausgestattet ist, dass sie den Begünstigten das Vermögen eines Volkes sukzessive übertragen kann, musste deren Planung in den bis dahin freien USA auf geheimste Art und Weise erfolgen. So trafen sich im November 1910 die wichtigsten Vertreter der Bankenaristokratie zu einem verschwörerischen Treffen im Gästehaus von JP Morgan auf Jekyll Island, um das Notenbankgesetz zu verfassen. Später hatten die Verfasser des Federal Reserve Act sogar gegen ihr selbst verfasstes Gesetz Position bezogen, um es so aussehen zu lassen, als würde dieses sie begrenzen und ihnen schaden. Ebenso verhält sich die Bankenaristokratie bei aktuellen Themen wie der Bankenunion und Bankenaufsicht, bei Bail Outs oder "Zwangsrekapitalisierungen". In der Öffentlichkeit wird es immer als eine Maßnahme gegen die Banken dargestellt, obwohl es doch Gesetze zugunsten dieser sind. Wie Sie wissen, schreibe ich seit fast fünf Jahren immer wieder über die wahren Zusammenhänge von solchen neuen Gesetzen zur Selbstregulierung der Banken, die völlig sinnverkehrt der Masse verkauft werden.


Die wahren Ziele

Keines der offiziell genannten Mandate der FED oder einer jeden anderen Notenbank entsprechen nur annähernd deren wahren Aufgabe und Funktionsweise innerhalb einer Volkswirtschaft. Man benötigt lediglich gesunden Menschenverstand sowie die Kenntnis um die Theorie des Geldes und der Umlaufmittel nach der Österreichischen Schule und deren Konjunkturtheorie, um die Zusammenhänge und die Wirkungsweise zumindest teilweise zu verstehen. Die Notenbanken sind nicht nur nicht in der Lage das zu tun, was sie behaupten anzustreben, sondern ihre Wirkungsweise und ihre Ziele sind diametral gegensätzlich.


Ziel: Preisstabilität

Eines der obersten propagierten Ziele der Notenbanken ist stets die Preisstabilität, welches meist im Bereich von zwei Prozent verankert wird. Die Notenbanken sind jedoch nicht die Hüter der Preisstabilität, sondern im Gegenteil die Ursache dauerhafter Preisanstiege. Ohne Notenbanken wären gar keine persistenten Preiserhöhungen möglich, da jede Krediterweiterung durch einen deflationären Crash zyklisch wieder verschwinden würde. Nach dem alten Schema "M" (Manipulation der Massen) schreibt man sich genau das Gegenteil auf die Fahnen, um genau diese Hauptfunktion der Preissteigerung durch die Notenbanken zu verbergen. Statistisch lässt sich das leicht anhand der Preisentwicklung während und nach dem Goldstandard eindrucksvoll beweisen. Seitdem sorgen die Notenbanken dafür, dass die Geldmenge stetig weiter anwachsen kann, und verhindern, dass Banken durch eine Kontraktion der Geldmenge pleitegehen.




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