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Sie sind nicht auf das Kommende vorbereitet, in keinster Weise

18.12.2017  |  Chris Martenson
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Eine größere Blase, die den Immobilienmarkt einer ganzen Nation aufbläst, wird viel destruktiver sein. Wie 2007 in den USA. Oder wie heutzutage in Australien und Kanada. Diese Blasen waren (oder sind beim Platzen) 4-Fuß-Wellen.

Das globale Blasennest hat fast jeden Finanzwert erfasst (Aktien, Anleihen, Immobilien, Kunst, Sammlerstücke etc.) und ist völlig präzedenzlos. Wie groß sind diese Blasen in Wellen-Angaben? Ist das eine Serie von 8-Fuß-Wellen? Oder eher 12er?

Bei dieser Größenordnung spielt das nicht mehr die Rolle. Sie werden sehr, sehr destruktiv sein, wenn sie brechen.

Unser Fokus muss jetzt sein, herauszufinden, wie man vermeiden kann, gegen das Korallenriff geschleudert zu werden, wenn sie brechen.


"Echten" Wohlstand verstehen

Um diese Geschichte richtig zu verstehen, müssen wir am Anfang beginnen und fragen: "Was ist Wohlstand?".

Die meisten würden dies mit "Geld" und dann vielleicht "Aktien und Anleihen" beantworten. Aber diese sind nicht wirklich Wohlstand.

Alle finanziellen Vermögenswerte sind nur Ansprüche auf realen Wohlstand, kein Wohlstand selbst. Ein Haufen Geld hat seinen Nutzen, weil Sie damit Sachen kaufen können. Aber realer Wohlstand sind diese "Sachen" - Nahrungsmittel, Bekleidung, Land, Öl und so weiter. Wenn Sie nichts mit Ihrem Geld/Aktien/Anleihen kaufen könnten, würde deren Wert auf den des Papiers zurückgehen, auf dem sie gedruckt sind (wenn Sie das Glück haben, ein echtes Zertifikat zu besitzen). So einfach ist das.

Das bedeutet, dass die Bewahrung einer engen Beziehung zwischen "realem Wohlstand" und den Forderungen darauf die wichtigste Arbeit jeder Zentralbank sein sollte. Nicht so bei der FED. Sie hat die Menge der Ansprüche in den letzten Jahren um einen unglaublichen Betrag erhöht. Das gleiche mit der BoJ, der EZB und den anderen großen Zentralbanken der Welt. Sie haben einen ganz anderen Kurs eingeschlagen, einen, der die langjährige Beziehung zwischen den Verkörperungen des Wohlstands und realem Wohlstand selbst unterbrochen hat.

Sie werden dabei von den Medien und unseren Bildungsinstitutionen unterstützt, die die Vorstellung bekräftigen, dass Ansprüche auf Wohlstand das gleiche sind wie der reale Wohlstand an sich. Das ist ein angenehmes System, solange es jeder glaubt. Es hat sich als großartige Methode erwiesen, die armen Leute arm und die reichen reich zu halten.

Der Ärger beginnt dann, wenn das System ernsthaft aus dem Gleichgewicht gerät. Die Leute beginnen sich zu fragen, warum ihr Geld überhaupt irgendeinen Wert hat, wenn die Zentralbanken einfach so viel drucken können wie sie wollen. Jederzeit. Und dann geben sie es kostenlos in unbegrenzten Mengen an die Banken. Und die haben ihren eigenen Mechanismus (d.h. fraktionales Bankwesen), um noch mehr Geld aus dem Nichts zu schaffen.

Ziemlich clever, richtig? Überzeuge jeden, dass etwas, das du buchstäblich unbegrenzt aus dem Nichts zaubern kannst, Wert hat. So sehr, dass du, wenn du es nicht hast, unter der Brücke endest und stirbst.

Erklären wir das visuell.

Das "BIP" ist ein Maß für die Menge an verfügbaren Gütern und Dienstleistungen und Finanz-Vermögenswert verkörpern die Ansprüche darauf (es ist kein sehr genaues Maß für realen Wohlstand, aber das beste, das wir haben. Also nutzen wir es). Schauen Sie sich an, wie die Preise der Vermögenswerte und das BIP mit der Entwicklung der Blase auseinanderlaufen:

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Was wir an der Graphik oben sehen, ist, dass die Ansprüche auf die Wirtschaft, ganz intuitiv, mit der Wirtschaft selbst schritthalten sollten. Blasen traten immer dann auf, wenn die Forderungen auf die Wirtschaft, die sogenannten Finanz-Vermögenswerte (Aktien, Anleihen und Derivate) der Wirtschaft selbst zu weit vorauslaufen.

Das ist ein sehr wichtiger Punkt. Die Ansprüche an die Wirtschaft sind eben nur das: Ansprüche. Sie sind nicht die Wirtschaft selbst!

Ja, der Dot-Com-Absturz tat weh. Aber das entsprach einer 1-Fuß-Welle. Ja, die Immobilienblase tat weh, und das war eine 2-Fuß-Welle. Die aktuelle Blase ist viel größer als die beiden vorher und ist die 4-Fuß-Welle in unserer Analogie, wenn wir Glück haben. Sie könnte sich als 10-Fuß-Welle herausstellen.


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