Wir verwenden Cookies, um Ihnen eine optimale Funktion der Webseite zu ermöglichen. Wenn Sie weitersurfen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr erfahren
In Ihrem Webbrowser ist JavaScript deaktiviert. Um alle Funktionen dieser Website nutzen zu können, muss JavaScript aktiviert sein.
Suche
 

Es sieht jetzt stark nach 2008 aus …

22.02.2018  |  Chris Martenson
Hat der Marktrückgang von heute den Beginn des nächsten Crashs eingeläutet?

Die wirtschaftlichen und Börsenbedingungen ähneln denen von Ende 2007/Anfang 2008 unglaublich stark.

Erinnern Sie sich an damals? Alles lief großartig.

Die Hauspreise stiegen. Der Arbeitsmarkt war gut.

Die große Kultur-Marketingmaschine war eifrig dabei, dass eine neue Ära permanenten Wohlstands angebrochen sei und dies wäre der stetigen Führung von Alan Greenspan und später Ben Bernanke zu verdanken.

Und nur ein kleiner Kreis von Verrückten, mich eingeschlossen, sang eine andere Melodie und warnte stattdessen, daß sich eine schmerzhafte Abrechnung schnell unserem Finanzsystem nähert.

Es ist passend, dass ich das am Murmeltier-Tag schreibe und für diese Veteranen-Augen sieht es zuletzt aus wie Ende 2007/Anfang 2008 ...


Die "Fehlerherrschaft" der Fed

Natürlich kam die große Finanzkrise Ende 2008 und bewies, dass das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Zentralbanken nicht gerechtfertigt war.

In Wirklichkeit tat Ben Bernanke nichts weiter als die Zinsen auf 1% zu senken. Dies stellte einen beispiellosen Anreiz für Anleger und Institutionen für Verschuldung dar, wodurch eine massive Immobilienblase sowie übermäßige Aktien- und Anleihegewinne entstanden.

Es lohnt sich, einen Moment Zeit zu nehmen, um den Mechanismus zu verstehen, den die Federal Reserve damals nutzte, um die Zinsen zu senken (heute ist es anders). Sie taten das durch die Flutung des Bankensystems mit "Liquidität" (d.h. elektronisch geschaffene digitale Währungseinheiten), bis sich die Banken damit wohl fühlten, sich gegenseitig Kredite zu einem durchschnittlichen Satz von 1% zu geben.

Die Folge der Flutung des US Bankensystems (und tatsächlich der ganzen Welt) ist die Schaffung einer Echoblase, die die während der Amtszeit von Alan Greenspan (bekannt als Dot-Com-Blase, wenngleich es meiner Ansicht eher eine "Vertuschungsblase" ist) geschaffene ersetzte.

Open in new window

Die Darstellung oben zeigt die "Fehlerherrschaft" der FED. Es begann mit dem zutiefst unglücklichen Sweeps-Programm, das Ende 1994 initiiert wurde (Beschreibung unten) und es ging weiter mit der Echoblase, die sich selbst 2008 mit noch mehr Schaden das Genick brach und das hat uns dorthin gebracht, wo wir heute sind.

Beachten Sie die Doppelpaniken 2016 in dem Chart oben. Panik Nr. 1 trat auf, als unsere gegenwärtige Blase zu platzen drohte und das ist den 3 großen Zentralbanken- FED, EZB und BoJ- in die Knochen gefahren. Also arbeiteten sie zusammen, um die Märkte zu fluten und verdammt, sie hatten Erfolg. Panik Nr. 2 war die überraschende Wahl von Donald Trump. Es wurde so viel Geld aus dem Nichts gezaubert und nach diesem unerwarteten Ereignis in den Markt gekippt, dass die Märkte seither ziemlich senkrecht gestiegen sind (beachten Sie den Winkelmesser in der Graphik oben).

Wenn diese aktuelle Blase platzt, die Blase, die ich immer wieder als die Mutter ALLER Finanzblasen bezeichnet habe, dann wird der daraus resultierende Schaden ein Vielfaches dessen sein, was durch vorher geplatzte Blasen verursacht wurde. Das ist die Natur dieser Dinge: Entweder nehmen Sie Ihre Klumpen, wenn Sie können oder Sie zahlen später einen viel höheren Preis.

Bisher haben wir alles getan, um alle Konsequenzen so weit wie möglich in die Zukunft zu verschieben. Eines Tages, vielleicht sogar sehr bald, werden diese Konsequenzen eintreten. Und bei unseren beispiellosen Extremen bei der Überbewertung wird der von uns zu zahlende Preis wirklich hoch sein.


Weggespült

Eine der größten Sünden Greenspans während seiner Führerschaft der Federal Reserve war es, den Banken zu erlauben "Sweep Konten" für Privatkunden zu eröffnen.

Banken müssen einen Teil ihres eingelegten Geldes "in Reserve" halten, üblicherweise ca. 10%, um so als Puffer gegen Insolvenzrisiken zu wirken. Also wenn Sie 1.000 $ an Einlagen bei einer Bank haben, muss diese 100 $ davon in bar zurückhalten, falls Sie unerwartet hereinkommen und etwas von Ihrem Geld zurückhaben wollen.


Bewerten 
A A A
PDF Versenden Drucken

Für den Inhalt des Beitrages ist allein der Autor verantwortlich bzw. die aufgeführte Quelle. Bild- oder Filmrechte liegen beim Autor/Quelle bzw. bei der vom ihm benannten Quelle. Bei Übersetzungen können Fehler nicht ausgeschlossen werden. Der vertretene Standpunkt eines Autors spiegelt generell nicht die Meinung des Webseiten-Betreibers wieder. Mittels der Veröffentlichung will dieser lediglich ein pluralistisches Meinungsbild darstellen. Direkte oder indirekte Aussagen in einem Beitrag stellen keinerlei Aufforderung zum Kauf-/Verkauf von Wertpapieren dar. Wir wehren uns gegen jede Form von Hass, Diskriminierung und Verletzung der Menschenwürde. Beachten Sie bitte auch unsere AGB/Disclaimer!




"Wir weisen Sie ausdrücklich auf unser virtuelles Hausrecht hin!"

Alle Angaben ohne Gewähr! Copyright © by GoldSeiten.de 1999-2018.
Die Reproduktion, Modifikation oder Verwendung der Inhalte ganz oder teilweise ohne schriftliche Genehmigung ist untersagt!