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Der weltweite Zusammenbruch der Finanzwelt schreitet voran: Wirtschaftswachstum erstickt an massiven Schuldenzunahmen

26.05.2018  |  Steve St. Angelo
Sowohl die weltweite als auch die US-amerikanische Wirtschaft ersticken an den massiven Schuldenbergen. Während die Wall Street und die Mainstreammedien der Finanzwelt die in die Höhe schnellenden Schulden weiterhin als einfache Geschäftskosten rationalisieren, deuten die sich verschlechternden Fundamentaldaten auf eine anbahnende wirtschaftliche Katastrophe hin.

Natürlich muss ein vollständiger wirtschaftlicher Zusammenbruch nicht dieses oder sogar nächstes Jahr stattfinden, aber während die Zeit voranschreitet, wird sich die Situation weiterhin exponentiell verschlechtern. Also werden die Cheerleader für höhere Aktien-, Anleihe- und Immobilienpreise nach wie vor ihren Willen bekommen, bis die Wirtschaft sich umkehrt und Jahrzehnte steigender Schulden, Leverage und Margins die Maschine schließlich vollständig zerstören.

Ja, ich sage vollständig. Was in dieser Analyse zu fehlen scheint, ist eine kleine Sache namens Energie. Der typische Volkswirtschaftler heute betrachtet die Weltmärkte ähnlich wie ein Kind, das auf die Zahnfee wartet und hofft, dass ein Zahn gegen 20 Dollar eingetauscht wird. Als ich ein Kind war, gab es 1 Dollar je Zahn, aber wie bei allem heutzutage, hat auch hier die Inflation zugeschlagen.

Volkswirtschaftler des Mainstreams betrachten nur die Marktkräfte, Prozentsätze und Werte auf einem Stück Papier oder einem Computer. Wenn die Wirtschaftsaktivität fällt, versuchen sie eine Ursache zu finden und diese mit einer Lösung zu bekämpfen. Meistens werden Lösungen durch das Drucken von Geld, der Erhöhung von Schulden und der Veränderung von Zinsen- oder Steuerprozentsätzen gefunden. Und ... das war's.

Es wird nie erwähnt, was mit der Energie innerhalb des Spielbuches des Volkswirtschaftlers zu tun ist. Für den typischen Volkswirtschaftler wird Energie immer vorhanden sein und sollte es irgendwelche zukünftigen Probleme mit dem Angebot geben, dann wird der Preis dieses Problem natürlich lösen. Aufgrund des fundamentalen Fehlers, Energie in Collegewirtschaftskursen außen vor zu lassen; die gesamte Profession ist nur eine Farce.

Leider sind sogar die aufgeklärteren Schüler an der österreichischen Schule für Wirtschaft nicht in der Lage, die Thermodynamik von Wert zu verstehen. Stattdessen lernen wir nur wie Angebot und Nachfrage die Preise beeinflussen. Obwohl die Kräfte von Angebot und Nachfrage die Preise beeinflussen, tun sie das nur über einen geringen Zeitraum hinweg. Jedoch ist der Hauptfaktor, der die Preise festlegt (für die meisten Waren, Dienstleistungen, Rohstoffe, Metalle und Energie) die Produktionskosten. Angebot und Nachfrage drücken den Preis nur über oder unter die Trendlinie der Produktionskosten.

Nichtsdestotrotz müssen Sie mir nicht glauben, sehen Sie sich einfach den unteren Chart an.


US-amerikanische Schulden je Dollaranstieg des BIPs steigen ins Unermessliche

Die Tage, in denen man 1 Dollar Schulden ausgab, um 1 Dollar oder 2 Dollar Wirtschaftswachstum zu erhalten, sind vorbei. Die meisten glauben, dass dies eine gewaltige Verschwörung der Elite zur Massenkontrolle war. Jedoch war dies vielmehr eine Funktion des fallenden Erntefaktors und der Thermodynamik der Ölerschöpfung. Da die Ölproduktionskosten mehr Energie verschlangen, war der beste Weg zum Ausgleich, die Aufnahme von zusätzlichen Schulden.

Der folgende Chart zeigt das Verhältnis zwischen den gesamten US-amerikanischen Schulden aller Sektoren (öffentlich und privat) gegenüber dem inländischen BIP:

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Die gesamten US-amerikanischen Schulden aller Sektoren werden in Blau und das US-amerikanische BIP in Braun dargestellt. Sie werden erkennen, dass sich die Schulden und das BIP von 1950 bis 1970 relativ gleich entwickelten. Erst nach 1970 stiegen die Schulden schneller als das BIP. Dafür gab es zwei Gründe:

  • 1. In den USA erreichte man 1970 den Höchststand der konventionellen Ölproduktion
  • 2. Nach 1970 fiel der US-amerikanische Erntefaktor des Öls deutlich

Ich habe nun außen vorgelassen, dass Nixon 1971 die Verknüpfung zwischen Gold und Dollar abschaffte, da dies ein direktes Resultat der beiden oben genannten Gründe war. Wir müssen verstehen, dass finanzielle und wirtschaftliche Maßnahmen direkte Reaktionen auf Energieveränderungen sind ... und nicht anders herum.

Damit die Wirtschaft der Vereinigten Staaten die rückläufige Ölproduktion und den Erntefaktor ausglich, musste man mehr Schulden je Dollaranstieg des BIPs aufnehmen. In den 1970er Jahren brauchte man durchschnittliche 1,5 Dollar neuer Schulden für jeden BIP-Anstieg von 1 Dollar, dann jedoch verdoppelte sich dies in den 1980er Jahren auf 3 Dollar Schulden je BIP-Anstieg. Jedoch fing die Schuldeneskalation erst nach 2000 richtig an.


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