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Warum unser Währungssystem eine existenzielle Bedrohung darstellt

04.10.2018  |  Chris Martenson
Wir werden in Zukunft alle viel widerstandsfähiger werden müssen. "The Long Emergency", der "lange Notfall", wie James Howard Kunstler es in seinem gleichnamigen Buch ausdrückt, ist eingetreten.

Wenn uns Mutter Natur je einen Weckruf gesendet hat, dann war es das Wetter der letzten zwölf Monate. Das Hurrikan-Trio Harvey, Maria und Irma führte im letzten Jahr zu tausenden Toten (vor allem in Puerto Rico) und Schäden in Milliardenhöhe. In diesem Jahr stiegen die Temperaturen im Sommer an vielen Tagen bis auf 50° C und wir erlebten rund um den Globus erschreckende Dürren und Monsterstürme, wie zuletzt den Taifun Mangkhut und den Hurrikan Florence, sowie diverse Jahrhundert- und Jahrtausend-Überschwemmungen. Und das ist nur die bisherige Bilanz.

Es ist praktisch unmöglich, den Klimawandel direkt mit einem bestimmten Wetterereignis in Verbindung zu bringen. Aber wenn man all diese Phänomene in ihrer Summe betrachtet, wird es immer schwerer die wissenschaftliche Annahme zu leugnen, dass die in den atmosphärischen Wettersystemen der Erde gefangene Wärme einen Einfluss hat auf die Wassermengen, die vom Himmel fallen (oder sich weigern zu fallen), und die Hitzewellen, die frühere Rekorde mittlerweile mit einer solchen Regelmäßigkeit übertreffen, dass ehemals seltene Zustände nun zur Routine werden.

Unser "neuer Normalzustand" weicht in zunehmendem Tempo von den natürlichen Bedingungen ab, unter denen die meisten von uns aufgewachsen sind. Der Permafrostboden ist nicht länger "permanent", sondern er schmilzt. Die Arktis kann mittlerweile eisfrei sein. In immer mehr Regionen in den USA können Sie an einem Sommerabend im August das Fenster öffnen und das Licht anlassen, ohne dass Sie von den Insektenschwärmen belästigt werden, die früher durch die Nacht schwirrten.

All diese Symptome sind durch eine grundlegende Ursache miteinander verbunden: die unersättliche Wachstumssucht unserer Gesellschaft. Wir bei PeakProsperity.com tun zwar unser Möglichstes, um die Aufmerksamkeit auf diese existenzielle Bedrohung zu lenken, aber der Rest der Medien ignoriert sie.

Praktisch kein wichtiger Nachrichtenkanal thematisiert die Tatsache, dass unser ungezügelter Verbrauch von immer mehr natürlichen Ressourcen die Kapazitäten der Erde, menschliches Leben zu ernähren, rasant aufbraucht und vergiftet. Aber der letzte Promi-Skandal? Den finden Sie auf jeder Titelseite...

Aus diesem Grund hat die große Mehrheit der Menschen auch keine Ahnung, was wirklich geschieht. Und ein beunruhigend großer Anteil besteht darauf, in dieser Unwissenheit zu verweilen, sich von den Medien an der Nase herumführen zu lassen und die eigene Kraft, Konzentration und Zeit mit völlig irrelevanten Dingen zu verschwenden.

Viele Menschen sind überzeugt davon, dass die Rettung in der einen oder anderen politischen Partei liegt, in der Wahl eines Kandidaten oder der Niederlage eines anderen. Doch die traurige Wahrheit ist, dass alle großen Parteien auf der selben Seite stehen, wenn es um endloses Wachstum oder den nächsten Krieg geht. Vor allem in den Vereinigten Staaten gibt es zur Zeit einfach keine politische Alternative.


Die Sucht nach mehr Wachstum

Ja, wir rühren diese Trommel schon mehr als zehn Jahren. Aber wir bleiben hartnäckig, weil diese entscheidende Botschaft von sehr einflussreichen Kräften, die in erster Linie den Status Quo erhalten wollen, immer wieder abgeschwächt wird. Die Maschinerie der monetären, politischen, propagandistischen und militärischen Macht ist darauf ausgerichtet, die Dinge so weiterlaufen zu lassen wie sie sich bereits entwickeln. Diejenigen, die das System heute kontrollieren, profitieren persönlich viel zu stark davon und bekämpfen daher jede Veränderung mit aller Kraft.

Ich finde es übrigens ironisch, dass die Gesellschaft heute zwar die Technologie als neue Religion anbetet, aber gleichzeitig die wissenschaftlichen Prozesse, denen wir all die wundersamen Innovationen verdanken, ignoriert oder kurzerhand abtut, wenn diese Antworten liefern, die unserem Streben nach endlosem Wachstum und Kosumentenkomfort zuwiderlaufen.

Unten sehen Sie einen Auszug aus einem Bericht, der genau das getan hat. Er wurde von Wissenschaftlern im Auftrag der UN verfasst, die die Dinge aus einer ähnlichen Perspektive betrachten wie wir in unserem Crashkurs. Sie kommen auch zum gleichen Schluss wie wir vor mehr als zehn Jahren: Unsere nicht nachhaltige Wirtschaftsentwicklung wird bald an ihre Grenzen stoßen.

Haben Sie schon einmal etwas von dem unten zitierten Bericht gehört? Ich bezweifle es. Er verbreitet eine Botschaft, die die Öffentlichkeit lieber nicht hören soll.

"So bereiten sich UN-Wissenschaftler auf das Ende des Kapitalismus vor

Der Kapitalismus so wie wir ihn kennen ist vorbei. Diesen Schluss legt ein neuer Bericht nahe, der von einer Gruppe Wissenschaftler im Auftrag des US-Generalsekretariats angefertigt wurde. Der Grund? Infolge unserer immer weniger nachhaltigen Ausbeutung der natürlichen Ressourcen des Planeten und unseres Umstiegs auf weniger effiziente Energiequellen hat ein Wandel hin zu einer vollkommen anderen Weltwirtschaft begonnen.

Der Klimawandel und das Artensterben beschleunigen sich, während Gesellschaften unter zunehmender Ungleichheit, Arbeitslosigkeit, langsamen Wirtschaftswachstum, steigender Verschuldung und handlungsunfähigen Regierungen leiden.

Im Gegensatz dazu, wie diese Probleme in der Politik üblicherweise wahrgenommen werden, handelt es sich dabei keineswegs um voneinander unabhängige Krisen.

All diese Krisen sind vielmehr Teil des gleichen fundamentalen Wandels. Die neue Ära ist charakterisiert durch die ineffiziente Produktion fossiler Brennstoffe und explodierende Kosten infolge des Klimawandels. Konventionelle kapitalistische Denkmuster können das Funktionieren der Weltwirtschaft in dieser neuen Ära nicht länger erklären, vorhersagen oder verbessern.

'Wir leben in einer Zeit des Umbruchs und der tiefgreifenden Umwälzungen im Energie- und Materialsektor, der unsere Volkswirtschaften untermauert. Die Ära der billigen Energie neigt sich dem Ende zu', heißt es in der Studie.

Konventionelle Wirtschaftsmodelle, so die finnischen Wissenschaftler, 'lassen die Energie- und Materialdimension der Wirtschaft fast vollständig außer Acht.'"
(Quelle)


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