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Ausbruch des Goldpreises: Drei wichtige Faktoren

11.03.2019  |  Jim Willie CB
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Systematisch - Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (Basel-Regelungen)

Die neuen Basel-Regelungen machen physisches Gold ab Ende März zu einem risikofreien Tier-1-Vermögenswert. Die Auswirkungen wird man in den Bilanzen großer Banken erkennen können. Jahrelang wurde Gold als Reservevermögenswert verboten. Nicht mehr! Zusammen mit der deutlichen Goldanhäufung der Zentralbanken in den letzten 12 bis 18 Monaten ist das Signal klar. Die insolventen Zentralbanken haben einen Plan.

Es ist kein neuer Plan, doch einer, der von Zijlstra und White, zwei Schwergewichten bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel, gefördert wurde. Jelle Zijlstra war in den Jahren von 1967 bis Dezember 1981 Vorsitzender der Bank. William White war im letzten Jahrzehnt der leitende Volkswirtschaftler der BIZ.

Der elitäre und hochangesehene Vorsitzende schrieb Bücher über die Geldpolitik. In Zijlstras zweitem Buch wird er als sehr aufrichtiger Mann dargestellt, als Querdenker, der die Gunst Von Mises' an der Austrian School of Economics gewinnen würde. Zijlstra beschreibt detailliert wie die Zentralbanker ihr Geschäft durchführen und ihre Unabhängigkeit von Staatsinterventionen behalten. Die konventionelle Geldentwertung wird hingegen in höflichen Worten beschrieben. Zijlstra erklärt, was Zentralbanker tatsächlich mit politischen Maßnahmen zu erreichen versuchen und erkennt an, dass der Goldpreis zu tief gehalten wurde.

Erachten Sie seine Erklärungen als Blasphemien von Basel, im Gegensatz zu den angloamerikanischen Bankern. Ich denke, dass sich Basel keinen eigenen Fehler erlauben wird, um den Angloamerikanern auf ihrem Pfad des Ruins nachzufolgen. Vor mehr als einem Jahr weigerte sich Basel, die endlose Nachfrage Londons nach Goldbullion zu bedienen. Stattdessen bediente der Vatikan die große Nachfrage, um das ruinöse Spiel weiterzutreiben.

Zijlstra erklärt seine wahrgenommene Rolle des Goldes in dem, was er eloquent als Internationalen Geldpolitischen Kosmos bezeichnet. Er erklärte: "Gold fungiert als Sonne und alle Währungen umkreisen es wie Planeten. Dabei befindet sich nur die Sonne an einer festen Position. Vielleicht ist es gut, die Rolle des Goldes und dessen Bedeutung früh genug zu erkennen, bevor der geldpolitische Kosmos in chaotischeren Umständen kollabiert. Über die Jahrhunderte hinweg diente Gold als Schutz gegen [natürliche] Desaster, Willkür und Verfolgung. Da die natürliche Produktion selten Überproduktion mit deutlich abfallenden Werten erlaubt.

Da es nicht rostet und, sobald es produziert wurde, niemals zerstört wird, kann eine exzessive Knappheit niemals auftreten. Das ist der Grund, warum Gold sein Bild der Solidität, der Stabilität und der Verlässlichkeit entwickelt hat. [In Referenz zur Geldpolitik während vergangener Krisen...] wäre es eine gute Lösung gewesen, den Goldpreis drastisch zu heben. Denn in der Welt nach dem zweiten Weltkrieg, in der in den 1930er Jahren alles drei- bis viermal so teuer wurde, war es überraschend, dass der Goldpreis unverändert blieb.

Tatsächlich mussten zwei Dinge unternommen werden. Der offizielle Goldpreis in allen Währungen musste erhöht werden und der offizielle Dollarpreis von Gold musste zusätzlich erhöht werden, um dem Dollar zu erlauben, gegenüber anderen Währungen an Wert zu verlieren." Die Amerikaner wiesen seine Vorschläge ab und hielten seine Ideen für unangemessen. Sie weigerten sich, dem US-Dollar zu erlauben, Gold nachzustehen.

Zijlstra und White schrieben über den Basel-Plan zur Wiederherstellung der finanziellen Gesundheit wichtiger Zentralbanken. Sie sind nun hoffnungslos insolvent, da sie als Käufer letzter Instanz für Staatsanleihen dienten, die der Markt verweigerte. Keine Käufer wurden gefunden. Als chronisch blinde Anleihekäufer bauten die Zentralbanken gigantische Papiermülldeponien auf. Aufgrund ihrer niemals endenden Anleihekäufe erreichte man zweierlei Dinge.

Ihre Institutionen sind insolvent gegangen, und haben sie in eine Situation gebracht, in der sie von Gold gerettet werden müssen. Die großen Zentralbanken, so sieht es der Basel-BIZ-Plan vor, müssen große Mengen Goldbullion erwerben, dieses als Reserve einberechnen, ein solides Fundament aufbauen und dem Goldpreis dann erlauben (nach oben drücken), um das Drei-, Fünf- und dann Zehnfache zu steigen.

Dabei wird der Goldpreis den schnellen Anstieg der US-Dollarmenge im letzten Jahrzehnt endlich aufwiegen. Das wird zu Revitalisierung der Zentralbankbilanzen führen, dem Ausstieg aus der Insolvenz und zur Wiederherstellung der finanziellen Gesundheit. Kurz: Wenn die Zentralbanken Gold nicht anpreisen und den Weg zu 5.000 Dollar je Unze Gold und dann 10.000 Dollar je Unze Gold bereiten, dann werden eben diese Zentralbanken letztlich zerstört werden - und damit auch die Macht der Banker. Der Ansatz, Gold zu einem Tier-1-Asset zu machen, ist der erste Schritt des Endphasenplans.

Darauf folgt eine gewaltige Volumenansammlung des gesamten Zentralbankensystems. Sie werden US-Staatsanleihen verkaufen und Goldbullion erwerben; still und ohne Aufmerksamkeit oder öffentlichem Aufsehen. Das wird zum deutlichen Anstieg des Goldpreises beitragen. Das steht im Handbuch der BIZ. So etwas wird stattfinden.


© Jim Willie CB
www.goldenjackass.com



Der Artikel wurde am 25.02.19 auf www.gold-eagle.com veröffentlicht und exklusiv für GoldSeiten übersetzt.


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