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Gold bricht nach oben aus

13.06.2019  |  Michael J. Kosares
Am Donnerstag, den 30. Mai 2019, brach Gold plötzlich nach oben aus. Nachdem es fast 70 Dollar - ein Anstieg um 5,4% - und acht Tage hintereinander gestiegen ist, machte es eine Verschnaufpause, als verkündet wurde, dass Mexiko Schritte unternehmen würde, um den Zufluss von Migranten in die USA zu unterbinden, und somit den neuen Zöllen entging. Wir fragten Zac Storella von Counting Pips, ein bekannter Experte der COMEX-CoT-Berichte, was er von den Zahlen der letzten Woche hielt. Seine Antwort ist beachtenswert:

"Die Veränderung der spekulativen Positionierungen (Commitment of Traders) in dieser Woche stieg für Gold insgesamt um 69.427 Nettokontrakte. Das ist der bisher größte Anstieg innerhalb einer Woche, so geht aus den CFTC-Daten hervor, die bis ins Jahr 1986 zurückreichen. Die aktuelle Nettoposition (Long-Positionen minus Short-Positionen) befindet sich nun auf dem bullischsten Niveau seit mehr als einem Jahr - was zeigt, dass Gold wieder begehrt wird.

Sie Stimmung der Spekulanten ist und war immer ein wichtiger Aspekt für einen starken Goldpreis. Die Spekulanten sind allgemein Trendfolger (kaufen zu höheren Preisen, verkaufen zu niedrigeren Preisen) und auf einer rollierenden 3-Jahresbasis haben wir eine starke Korrelation zwischen den Nettopositionen der Spekulanten und dem Goldpreis entdeckt.

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Die Veränderung in dieser Woche umfasste zudem eine anständige Menge an Spekulanten, die ihre Short-Positionen gedeckt haben, da die Gesamtzahl an Short-Positionen um 23.413 Kontrakte zurückging. Doch das stärkere Argument für Gold ist die Tatsache, dass verglichen zum Short Covering fast doppelt so viele Long-Kontrakte hinzugekommen sind (+46.014 Long-Kontrakte). Aufgrund der Kombination aus neuen Long-Positionen und abnehmenden Short-Positionen, war das eine starke Woche für Gold und Goldbullen."

Mish Shedlock fasste die Psychologie hinter der Aufwärtsbewegung des Goldes zusammen. "Manch einer sieht Gold als Inflationsabsicherung. Das ist es nicht", erklärte er in einem Artikel. "Gold ist eine Absicherung gegen den Gedanken, dass die Fed die Dinge unter Kontrolle hat. Gold fiel im Jahr 1980 von 850 Dollar je Unze auf 262 Dollar je Unze im Jahr 1999, wobei die Inflation auf Schritt und Tritt folgte. Die Menschen glaubten, dass Greenspan, der große "Maestro", alles unter Kontrolle habe. Das war eine Illusion. Der Glaube an die Zentralbanken wird bald wieder auf den Prüfstand gestellt werden."

Ähnlich erklärten Incrementums Ron Stöfferle und Mark Valek in der diesjährigen Ausgabe von In Gold We Trust: "Gold sieht sich einer Zukunft entgegen, in der der natürliche Wert dieses einzigartigen Edelmetalls erneut vollkommen geschätzt wird.

Unserer Ansicht nach sind das aktuell starke Vertrauen in die Fähigkeiten der Zentralbanker und die angebliche Stärke der US-Wirtschaft die Hauptgründe für die recht schwache Entwicklung des gelben Metalls. Wenn die Allmacht der Zentralbanken oder der von Krediten angetriebene Aufwärtstrend von den Märkten in Frage gestellt wird, dann wird das zu einer grundlegenden Veränderung der weltweiten Denkmuster führen und Gold zur Anerkennung und neuen Höhen verhelfen."


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Update aus dem Milliardärsclub

Milliardär Stanley Druckenmiller war in den letzten Jahren ab und an am Goldmarkt tätig. Allgemein besitzt er eine positive Meinung gegenüber dem Metall und sprach zu mehreren Gelegenheiten wohlwollend über dessen Besitz. Augenscheinlich war er einer der mysteriösen "Investoren", die in verschiedenen Presseberichten der letzten Wochen erwähnt wurden und in sichere Häfen investiert haben.


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