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Gold - Der heiße Sommer ist vorbei!

31.08.2019  |  Robert Schröder
Was für ein Monat! Der Goldpreis springt in US-Dollar um über 7,8% auf 1.555 USD nach oben. Zuletzt wurden solche Notierungen im April 2013 aufgerufen. Bei Gold in Euro ist es noch verrückter. Hier ging es zwischenzeitlich bereits um neue Allzeithochs. Zum Teil hatte man den subjektiven Eindruck, dass Gold den steigenden Temperaturen folgen würde … Doch so schön die tollen Kurssprünge aktuell auch sein mögen. Jetzt ist an der Zeit sich aus Gold vorerst zu verabschieden. Der wechselhafte und kühlere Herbst steht vor der Tür!

An diesem Wochenende dreht der Spätsommer in ganz Deutschland noch einmal auf. Doch schon ab Montag wird es schlagartig kühler und die Temperaturen brechen über 33% auf nur noch knapp 20 Grad Celsius ein. Einen vergleichbaren Einbruch müssen Goldanleger nicht fürchten, doch besonders die zurückliegende Handelswoche könnte wahrscheinlich der Sargnagel für eine beginnende und notwendige Konsolidierung gewesen sein.

In der letzten Analyse vom 8. August "Gold? Freuen Sie sich nicht zu früh!" hieß es: "Die Kombination dieser drei Dinge (überkaufter Zustand, Anzeichen von Euphorie und der massive charttechnische Widerstand) deutet darauf hin, dass die Party bei Gold in Kürze enden könnte. Vielleicht sehen wir noch Wochenschlusskurse innerhalb der besagten Widerstandszone (ca. 1.523/1.577 USD). Doch dann könnte Gold "wie aus dem Nichts" wieder kräftig fallen."

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Das Monats- und Wochenhoch von Gold lag bei genau 1.555,19 USD. Dieses Hoch vom 26. August konnte allerdings nicht bis zum Wochenende bzw. Monatsende gehalten werden. Während Silber in der letzten Woche um 5,26% zulegen konnte, sahen wir bei Gold ein kleines Minus von 0,36%. Zudem hat es die jüngste Wochenkerze aus charttechnische Sicht in sich!

Mit einem langen Docht und einem relativ kleinen Kerzenkörper hat diese Wochenkerze den Charakter eines Umkehrsignals. Riskieren Sie zusätzlich einen Blick auf den RSI, der kürzlich mit 84 das Niveau aus dem Jahre 2011 erreicht! Schauen Sie sich dazu noch einmal die besagte Widerstandszone an. Dämmert es?

Ich will den Teufel gewiss nicht an die Wand mal und einen Crash o.ä. bei Gold heraufbeschwören, doch die aktuelle charttechnische Konstellation lässt nichts Gutes erahnen. Es deutet sich an, dass die Party bei Gold vorerst beendet ist. Auch, wenn viele angetrunkene und euphorisierte Gäste das noch nicht mitbekommen haben. Stellen Sie sich also ab kommenden Montag den 2. September wieder auf tendenzielle fallende Gold-Notierungen in Richtung 1.400 USD Marke ein!


© Robert Schröder
www.Elliott-Waves.com



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