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Wie wird sich der Anstieg der Münznachfrage auf die Prägestätten auswirken?

20.04.2020  |  John Paul Koning
Da derzeit der Coronavirus auf der Welt wütet, ist die Nachfrage nach Gold- und Silbermünzen als eine Absicherung explodiert. BullionStar hat beispielsweise im letzten Monat "extreme" Nachfrage nach Edelmetallen verzeichnet. Diese Flucht zu Edelmetallen hat dafür gesorgt, dass Bullionmünzen nun weit über ihrem innewohnenden Metallwert, der zum Spot-Preis bepreist wird, gehandelt werden.

BullionStar gab zum Beispiel kürzlich bekannt, dass es gewillt sei, Silver-Eagle-Münzen zu einem Aufpreis von 25% über dem Silber-Spot-Preis zu kaufen. Die Spot-Preise für Silber und Gold werden hauptsächlich an der COMEX-Futures-Börse in den USA und dem LBMA-Markt in London etabliert. Unten sehen Sie einen Chart mit dem Münzaufpreis für Gold Eagles. Derzeit werden sie zu einem Aufpreis von 7,5% zum Spot-Preis bei verschiedenen Münzhändlern gehandelt.

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Bullionmünzen werden sowohl von privaten als auch staatlichen Prägestätten auf der Welt geprägt. In diesem Artikel möchte ich überprüfen, wie sich dieser Anstieg der Verbrauchernachfrage nach Edelmetallen auf die Prägestätten auswirken wird. In welchem Maße werden ihre Gewinne beeinflusst werden?


Einige harte Jahre

Der Anstieg der Verbrauchernachfrage nach Gold und Silbermünzen zeigt sich erstmals bei Bullionhändlern. Da Händler ihr Inventar verkaufen, müssen sie sich an verschiedene Prägestätten wenden, um neue Bestände herzubekommen. Eine der weltweit populärsten Edelmetallmünzen ist der Eagle, der von der U.S. Mint geprägt wird. Im unteren Chart sehen Sie, dass die Verkäufe von Gold- und Silber-Eagles im letzten Monat explodiert sind, da Händler Kaufaufträge an die U.S. Mint stellen, um ihr Inventar aufzustocken.

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Da die Bestände der U.S. Mint erschöpft sind, wird sie die Münzproduktion steigern müssen, um die Nachfrage zu bedienen. Beachten Sie, dass die starken Verkaufszunahmen der U.S. Mint im März nach einigen harten Jahren auftraten. Die Münzverkäufe zeigen in den obigen Charts einen rückläufigen Trend.

Die U.S. Mint ist nicht die einzige Prägestätte, die einen Abschwung verzeichnet. Die Royal Canadian Mint, die die populäre Maple-Leaf-Münze produziert, litt ebenfalls unter einer Zeitspanne niedriger Münzverkäufe. Unten habe ich die Produktumsätze der Royal Canadian Mint und der U.S. Mint bis 2015 in US-Dollar geplottet. Dies umfasst Umsätze von Gold- und Silbermünzen.

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