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Knappheiten & Hyperinflation führen zu totalem Elend

25.10.2021  |  Egon von Greyerz
Wenn große Wirtschaftszyklen zu Ende gehen, entstehen in allen Bereichen der Ökonomie Knappheiten. Und heutzutage geschieht das auf globaler Basis. Es gibt einen generellen Arbeitskräftemangel, ob nun Mitarbeiter in Restaurants, LKW-Fahrer oder medizinisches Personal…

Es gibt zudem Rohstoffknappheiten - Lithium (Batterien für Elektroautos), Halbleiter, Nahrungsmittel, jede Menge Konsumgüter, Pappkartons, Energie und so weiter und so fort. Die Liste ist endlos.


Knappheiten überall

Für all das wird natürlich Covid verantwortlich gemacht, allerdings haben die meisten dieser Probleme strukturelle Ursachen. Wir leben heute in einem globalen System, das selbst mit den winzigsten Störungen in den Lieferketten nicht mehr zurechtkommt.

Schon das Fehlen einer kleinen Komponente kann den Lauf der Geschichte verändern, so erklärt es das Kinderlied unten.

For want of a nail, the shoe was lost.
For want of a shoe, the horse was lost.
For want of a horse, the rider was lost.
For want of a rider, the battle was lost.
For want of a battle, the kingdom was lost.
And all for the want of a horseshoe nail.

(Ungefähr: Weil ein Nagel fehlte, ging das Hufeisen verloren. Ohne Hufeisen ging auch das Pferd verloren. Weil das Pferd fehlte, ging der Reiter verloren und mit ihm die Schlacht und auch das Königreich. Und alles nur, weil ein Nagel für das Hufeisen fehlte.)


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Doch die Welt ist nicht nur anfällig für Knappheiten bei Gütern und Dienstleistungen.


Bomben

Die potentiellen Bomben könnten überall auftauchen. An dieser Stelle sollen nur einige wenige aufgelistet werden:
  • Dollar-Kollaps (und der anderer Währungen)
  • Aktienmarktcrash
  • Schuldenausfälle, Anleihekollaps (z.B. Evergrande)
  • Liquiditätskrise (wenn Geldschöpfung eingestellt wird oder keine Wirkung mehr zeigt)
  • Inflation, die zu Hyperinflation führt

Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass nicht nur eine dieser Bomben in den nächsten Jahren zündet, sondern alle.

Denn genauso enden Imperien und Wirtschaftsblasen.

Das Römische Reich brauchte eine Truppe von 500.000 Mann, um das riesige Imperium zu kontrollieren.

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Kaiser Septimius Severus (200 v.u.Z.) riet seinem Sohn: "Vergüte die Truppen mit Gold, aber niemand sonst."


Weil die Kosten und Steuern sprunghaft angestiegen waren, griff Rom auf einen Trick zurück, den auch alle anderen Herrscher und Regierungen anwenden, wenn sie überwältigt sind und kein Geld mehr haben - Währungsentwertung. Und so sank der Silbergehalt der römischen Münze Denar zwischen 180 und 280 v.u.Z. auf NULL.

In jener Zeit waren die Soldaten gerissen und forderten ihren Sold in Goldmünzen - nicht aber in entwerteten Silbermünzen.


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