Gold strahlt, während bei Private Equity die Lichter ausgehen
19.06.2025 | Matt Piepenburg

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Renditejagd in einer renditelosen Welt - Schachfigur Einzelhandel Wie bereits erwähnt, war der Plan eigentlich recht einfach.
Die PE-Stormtrooper fanden ein verwundetes Tier – den Einzelhandel – und nutzen dann ihre überproportionale Finanzhebelmacht [d. h. Niedrigzins-Geld vom Todesstern, das dank Darth Greenspan (und später Darth Bernanke und Darth Yellen) billig und leicht verfügbar war], um die Mehrheitskontrolle über schwächelnde Unternehmen zu übernehmen (der schicke Begriff dafür lautete "Retail LBO").
Anschließend wurden viele dieser Unternehmen von ihren PE-"Partnern" gezwungen, noch mehr Schulden aufzunehmen, damit sie ihren PE-Kredithaien eine Reihe schmerzhafter "Dividenden" zahlen konnten. Für die Private-Equity-Investoren war das gut, doch für viele Geschäftsinhaber war es ein tödlicher Schlag.
Wie erwartet, sahen sich die meisten dieser hilflosen Privatunternehmen gezwungen, immer mehr Schulden aufzunehmen. Dazu emittierten sie immer mehr hochverzinsliche "Ramsch-Anleihen" (die von immer mehr Investoren, Pensionsfonds, Stiftungen und Investmentfonds leichtsinnig gekauft wurden).
2010 emittierten die unter der Knute ihrer PE-Eigentümer stehenden Privatunternehmen Hochzinsanleihen im Gegenwert von mehr als 90 Mrd. US-Dollar, um ihren PE-Herren die "Sonder-Dividenden" zahlen zu können. Mehr als 20% dieser Summe floß als "Carried Interest" direkt in die Bilanzen (und Brieftaschen) ihrer PE-Lords.
K-ein glückliches Ende
Am Ende wurden viele dieser Unternehmen in den Konkurs getrieben. Dort sprangen ihre Schwarzhut-tragenden PE-"Sponsoren" ein (von Bain bis Golden Gate Capital), um den Handel "umzustrukturieren", wobei die PE-Buden noch mehr Geld verdienten, während ihre einstigen privatunternehmerischen Partner (von J-Crew und Gymboree bis Payless Shoes, Safeway usw.) vom Schlachtfeld getragen wurden.
Und das ist, in aller Kürze, wie das hochgelobte PE-Modell in so vielen dunklen Ecken der sogenannten chancenorientierten "Marktwirtschaft" funktionierte, die dank der früheren Nullzinspolitik der US-Notenbank… nun ja… gerade der Private-Equity-Klasse Chancen eröffnete.
Vereinfacht gesagt: Viele PE-Geschäfte gingen kein Risiko ein, boten keine Beratung an und übernahmen keine rechtliche Verantwortung, während sie ihren privatunternehmerischen Opfern massive Kredite gewährten und sie in die Verschuldung trieben, weil diese Kredite zusammen mit den vertraglich festgelegten Dividenden für die PE-Sponsoren bedient werden mussten. Letztendlich emittierten die in die Enge getriebenen Unternehmen scheibchenweise eine private Schwindel-Anleihe nach der anderen, bevor sie schließlich pleite gingen oder als Zombie-Unternehmen halbtot im S&P vor sich hin vegetierten.
Für viele dieser Unternehmen endete dieser Film mit der Schließung von Geschäften im ganzen Land; die Inhaber der Unternehmensanleihen (d. h. die Investoren) und die Kreditmärkte schrieben tiefrote Zahlen, und die PE-Firmen machten sich mit den Gewinnen davon.
Kurz gesagt, niemandem ging es gut, außer den Kredithaien (also den PE-Leuten). Sie waren kein Risiko eingegangen und hatten keinen Mehrwert für die abgeschlossenen "Deals" und die Rendite erbracht, die sie aus den Nöten der Privatunternehmen geschlagen hatten.
Bösewichte und böse Anleihen
Doch das passiert, wenn ein Markt fieberhaft nach Rendite sucht, diese aber nirgendwo finden kann, weil sie von der US-Notenbank vollständig vernichtet wurde.
Die Guten (d.h. der kreditnehmende Einzelhandel) hatten keine Chance gegen die clevereren und gut aufgestellten PE-Buden, die völlig legale Wege fanden, um schwächelnde Firmen auszunehmen, deren Cashflows zu plündern und sie dann Konkurs gehen zu lassen, an welchem die Sponsoren noch mehr verdienen konnten.
Was passierte mit den Guten?
Damals, als junger und unerfahrener Mann in der Finanzwelt, dachte ich noch, dass es auf der Private-Equity-Seite der Dinge, darum ginge, Unternehmen aufzubauen und nicht darum, diese einzusacken und auszunehmen. Doch verzweifelte Märkte bringen das Beste und das Schlechteste in der menschlichen Natur zum Vorschein. Die meisten werden sagen, das sei überhaupt nichts Persönliches, hier ginge es rein ums Geschäft, um Zinsarbitrage und um das Streben nach Rendite. Hmmm…
Auf jeden Fall war dieser, zunehmend mit Schrottpapieren belastete, Anleihemarkt nur ein weiteres Symptom eines künstlich am Laufen gehaltenen Kreditmarktes und einer PE-Blase, die sich mit jedem Tag schneller aufblähte und die dennoch eines Tages viel mehr Luft verlieren würde, als den meisten Anlegern damals (wie heute) bewusst war.
Der große PE-"Oh-Oh"-Moment
Das bringt uns zum gegenwärtigen und unbestreitbaren "Oh-Oh-Moment" im ansonsten fälschlicherweise hochgelobten "PE"-Sektor, den gerade zahlreiche Family Offices und andere "smarte Leute" − von der Harvard-Stiftung bis hin zu Ihren brandneuen Anlagefondsmanagern – erleben.
In einer Zeit, in der Anleihe-Renditen in die Höhe klettern und der größte Kreditzyklus in der Geschichte der Kapitalmärkte auf eine Krise zusteuert, werden die falschen, aber illiquiden Bewertungen, die jetzt die zunehmend illiquiden und stark überbewerteten PE-Bilanzen aufblähen, bald das tun, was alle Blasen tun: Platzen. Dann werden es die Fonds-Sponsoren eilig haben (sie eilen bereits), ihre Anteile mit Abschlägen zu liquidieren. Jene Fonds zumindest, die das Glück haben, überhaupt einen Käufer zu finden.
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Seit 20 Jahren empfehlen wir aus Vermögensschutzgründen Anlagen in Gold und Silber. Aus unserer Sicht
gab es nie eine Zeit, in der Edelmetalleigentum relevanter und zwingender notwendig war als heute.
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„Unserer aktuellen politischen und finanziellen Landschaft mangelt es gefährlich an Offenheit und ehrlichem Realismus in Bezug auf untragbare Schuldenstände und gescheiterte Geldpolitiken. Angesichts dieser historischen und globalen Schuldenkrise sind und bleiben bewusste Währungsabwertungen und pro-inflationäre Maßnahmen die neue Norm, trotz gegenteiliger offizieller Erklärungen. In einem so offen verzerrten Hintergrund fungiert Gold als Versicherung für offen sterbende Währungen.“
Hochsicherheitstresoranlagen in den Schweizer Alpen, in Zürich, in Singapur und in Dubai.
