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US-Notenbank & Derivate: Wie Komplexität Unehrlichkeit verschleiert

21.11.2025  |  Matt Piepenburg
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Dennoch versteht fast niemand, was sie tut, wie sie funktioniert oder was sie zerstört.


Wie die US-Notenbank funktioniert…

Einfach und objektiv formuliert, handelt es sich bei der US-Notenbank um eine Privatbank, zu der von Richmond bis Boston 12 regionale Federal Reserve Banks gehören.

Jene Reservebanken, die von einem Direktorium verwaltet werden, sind private Unternehmen; ihre Aktionäre sind jene systemrelevanten Geschäftsbanken, die Sie, lieber Leser, 2008 mitgerettet haben.

Als Anteilseigner der Federal Reserve sind diese Privatbanken (Morgan Stanley, JP Morgan, Goldman Sachs etc.) und deren nicht gewählte CIOs praktisch Eigentümer dieser US-Notenbank, von der sie jedes Jahr eine Dividende von 6% erhalten. Auch das ist nicht wirklich "staatlich-föderal", oder? Aber es wird noch verrückter.


Wie die US-Notenbank stiehlt…

Wer tatsächlich noch einen Dollarschein findet, wird feststellen, dass ganz oben am Rand des verblassenden Papiers "Federal Reserve Note" steht. "Note" bedeutet hier nur, dass der US-Dollar ein Zahlungsversprechen ist; sprich, es handelt sich dabei um einen Kredit. Um einen Schuldschein, ein Schuldeninstrument. Er ist nicht mehr durch etwas Reales gedeckt – er ist lediglich das (gebrochene) Versprechen, ein Wertspeicher zu sein.

1913 gewährte Präsident Wilson, als Führer und Treuhänder aller US-Bürger, dieser Privatbank die Befugnis, so viele dieser US-Dollar zu erzeugen, wie sie wollte. Und genau das tut die Federal Reserve.

Doch wie gewinnt / erzeugt die Federal Reserve diese US-Dollars? Buchstäblich aus dem Nichts. Das Geld wird per Mausklick erschaffen, über einen Computer im Eccles Building. Ja! Wirklich!

Die Fed leiht diese magischen Dollar dann (über "Offenmarktgeschäfte") an das US-Finanzministerium, um die ständig wachsenden Defizite von Uncle Sam zu bezahlen. Wir, die Steuerzahler, zahlen der Fed dann die Zinsen für diese erzeugten / geliehenen US-Dollars (sprich, ein erzwungener Gewinn).

Doch hier kommt der Haken und die Frage, die in Bildungseinrichtungen – vom Sozialkundeunterricht in der High School bis hin zu den MBA-Programmen in Wharton – nie gestellt wird: Wem schuldet dann die Fed Geld?

Die Antwort lautet: Niemandem. Die Federal Reserve, die die Macht hat, unbegrenzte Dollarmengen zu erzeugen, die sie dann gegen Zinszahlungen (d. h. Gewinn) an sich selbst verleiht, ist niemandem verpflichtet. Es handelt sich um eine private Verschwörung, die kostenlos Profite erzielt und gleichzeitig den Greenback entwertet.

Die unbefleckte Gründung der Federal Reserve im Jahr 1913 wird somit zu Startpunkt des größten Vermögenstransfers und Machtwechsels in der Geschichte unserer heute rechtlich entmachteten Nation, denn 1913 übertrugen die USA einer Privatbank ihre einst per Verfassung zugestandene Befugnis (Artikel 1, Abschnitt 8), das Geld der Nation zu schöpfen und zu kontrollieren.

Oder um Dire Straits falsch zu zitieren: Die Fed bekommt "money for nothing and power for free".

Unterdessen hat derselbe US-Dollar seit 1971 ganze 99% seiner Kaufkraft verloren – gemessen an jenem Gold, das laut dem einstigen Versprechen (1787) unserer inzwischen entwürdigten Verfassung – den Bürger schützen sollte.

Dies ist eine gesetzgeberische Straftat, der unser Strafrecht nichts entgegengesetzt hat…


Zweitens: Die globalen Derivatemärkte

Apropos kriminelle Handlungen und gebrochene Verträge: Wer die Grundlagen von Derivat-"Verträgen" (d. h. Futures-, Forward- und Swap-Kontrakten) versteht, wird sowohl wütend als auch verängstigt sein.

"Derivate" leiten sich, wie der Wortursprung nahelegt, von einem Basiswert ab und sind im Grund genommen nichts anderes als hochgradig gehebelte Papierverträge, die Institutionen theoretisch zur Absicherung von Risiken einsetzen.

In der Praxis sind sie jedoch nichts anderes als Wettinstrumente mit massiver Hebelwirkung, von denen Banken profitieren, solange Liquidität und Märkte stabil sind. Kommen Liquidität und Märkte aber ins Stottern, können sie ganze Wirtschaften zerstören.

Wer noch mehr Details und Schauder möchte: Ich habe bereits hier und hier über die absurden mathematischen Verhältnisse, Gefahren und Verbrechen dieser absichtlich komplex gestalteten Instrumente geschrieben.

Doch verkomplizieren wir das Komplexe an dieser Stelle nicht.


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Matthew Piepenburg, Handelsdirektor der Matterhorn Asset Management AG
Matthew Piepenburg, Handelsdirektor der VON GREYERZ AG

„Unserer aktuellen politischen und finanziellen Landschaft mangelt es gefährlich an Offenheit und ehrlichem Realismus in Bezug auf untragbare Schuldenstände und gescheiterte Geldpolitiken. Angesichts dieser historischen und globalen Schuldenkrise sind und bleiben bewusste Währungsabwertungen und pro-inflationäre Maßnahmen die neue Norm, trotz gegenteiliger offizieller Erklärungen. In einem so offen verzerrten Hintergrund fungiert Gold als Versicherung für offen sterbende Währungen.“


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