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¼-Jahrhundert Edelmetall-Hausse (Gold, Silber & Gold-/Silberminen) impliziert ¼-Jahrhundert "stille" Kapitalvernichtung bei Aktien, Immobilien & Anleihen!

05.01.2026  |  Dr. Uwe Bergold
Nachdem wir im Frühjahr 2000 den Standardaktienmarkt verlassen hatten, investieren wir nun seit dem Frühjahr 2001 ununterbrochen strategisch in den Edelmetallsektor (Gold, Silber & Edelmetallminenaktien). Somit wird es mit Beginn 2026 ein Vierteljahrhundert, wo wir – aufgrund des "makroökonomischen Winters" (säkulare Kontraktion seit 2000) – statt Aktien, Immobilien und Anleihen, ausschließlich Edelmetall- und Rohstoffinvestments empfehlen.

Die neuen 5.000 US-Dollar-Goldprognosen, welche nun zum Jahreswechsel immer häufiger auftauchen (siehe zum Beispiel "Gold bleibt unterinvestiert: BofA prognostiziert Anstieg auf 5.000 $ pro Unze"), tätigten wir bereits 2009, was damals für das breite Börsenpublikum noch unvorstellbar war. Hierzu erschien in der "Welt Online" am 15.07.2009 ein Artikel mit der Headline "Fondsmanager sieht Gold auf 5000 Dollar steigen", in dem man u.a. Folgendes lesen konnte:

"… Schon 2001 setzte Vermögensverwalter Uwe Bergold auf Gold. Seither trommelt er dafür, dass das edle Metall die sicherste Art des Sparens ist. Damit hat er bislang Recht behalten. Dass der Goldpreis bei 900 Dollar je Unze dümpelt, beunruhigt ihn nicht. Im Gegenteil: Er prophezeit eine Preisexplosion …"

Ein zweiter Artikel zur kommenden Goldpreisexplosion erschien 14 Tage später, am 29.07.2009, im "Standard" mit der Headline "Am Schluss kommt Blase des Goldes - Vermögensverwalter Bergold sieht den Goldpreis auf 5.000 Dollar steigen"

"… der standard.at: Sie haben die Krise schon vor Jahren vorhergesagt. Haben Sie eine ganz besondere Glaskugel, in die Sie schauen?

Uwe Bergold: Nein, wir haben keine hellseherischen Fähigkeiten. Wir machen im Gegensatz zu anderen unsere Analysen auf der Makroebene. Wir betrachten also das große Ganze. Das machen in unserer heutigen schnelllebigen Zeit die wenigsten. Die meisten denken in Wochen und Monaten, wir denken in Jahren und Jahrzehnten.

der standard.at: Ein altmodischer Zugang?

Uwe Bergold: Ja. Außerdem beschäftigen wir uns mit der klassischen Ökonomie und interessieren uns auch für Geschichte und für massenpsychologische Phänomene. Die Kombination der klassischen Ökonomie mit der Geschichte finden Sie heute im Bankwesen ganz, ganz selten.

der standard.at: Welche Faktoren haben Sie im Jahr 2000 dazu bewegt, Aktien abzustoßen?

Uwe Bergold: Wenn man sich damals die fundamentalen Bewertungsniveaus angeschaut hat – ganz klassisch die Dividendenrenditen und KGVs (Kurs-Gewinn-Verhältnis) – so waren die damals schon seit drei, vier Jahren jenseits von Gut und Böse. Das konnte man nur im historischen Kontext sehen, über die letzten 100 Jahre hinweg. Auch die Bewertungen haben wir uns angeschaut. Wir bewerten jeden Vermögensgegenstand auch in Unzen Gold, nicht nur in Dollar und Yen.

der standard.at: Was hat Ihnen das im makroökonomischen Zusammenhang gesagt?

Uwe Bergold: Ganz wichtig sind die makroökonomischen Zyklen mit einer Dauer von rund 35 Jahren. Wir haben also wirtschaftliche Expansionen oder Kontraktionen. In diesen Zyklen haben wir gesehen, dass wir uns 2000 an der Spitze bewegt haben. In der Geschichte war es immer so: Wenn das Thema Aktien in der breiten Masse – also beim Friseur und beim Taxifahrer – ankommt, dann ist Finale.

der standard.at: Die Erkenntnis lautet also wieder einmal: Man hätte es wissen können.

Uwe Bergold: Das Problem ist die Emotion. Börsen gibt es seit 1603. Wir haben alle Börsen, alle Zyklen, alle Crashes analysiert über die letzten 400 Jahre. Und wir haben festgestellt: Es läuft immer das gleiche Spiel ab. Nur die Akteure wechseln …“


Wie entwickelten sich nun die verschiedenen Anlageklassen seit 2001 im Verhältnis zu den von uns seitdem empfohlenen Edelmetallinvestments (siehe hierzu Abbildung 1)

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Abb. 1: GOLD, SILBER & HUI-Goldminen in €, DAX, REXP, DAX-REXP-Portfolio, DAX-REXP-MSCI Immo-GOLD-Portfolio und GOLD-SILBER-HUI-Portfolio von 01.01.2001 - 31.12.2025
Quelle: GR Asset Management, Dr. Uwe Bergold


Während die Edelmetallaktien und Silber, als auch das gedrittelte Edelmetall-Portfolio (unsere strategische Empfehlung seit 2001), sich seit dem Jahrtausendwechsel ähnlich wie Gold entwickelten (bei gleichzeitig höherer Volatilität), also real konstant blieben (siehe hierzu Abbildung 1), haben im gleichen Zeitraum alle drei zinstragenden Anlageklassen (Aktien, Immobilien und Anleihen) gegenüber Gold real bereits massiv an Kaufkraft verloren (siehe hierzu die Goldwertentwicklung gegenüber den drei Anlageklassen in Abbidlung 2).

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Abb. 2: Goldpreis in EUR (oben), GOLD – MSCI Weltaktien – Ratio (Goldwert), GOLD – MSCI Weltimmobilien – Ratio (Goldwert), GOLD – REXP – Ratio (Goldwert) von 12/1978 bis 12/2025
Quelle: GR Asset Management, Dr. Uwe Bergold



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