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Charts zum US-Schuldendilemma - "2009 revisited"!

19.05.2017  |  Folker Hellmeyer
Der Euro eröffnet heute gegenüber dem USD bei 1.1111 (07.41 Uhr), nachdem der Tiefstkurs der letzten 24 Handelsstunden bei 1.1073 im US-Handel markiert wurde. Der USD stellt sich gegenüber dem JPY auf 111.45. In der Folge notiert EUR-JPY bei 123.83. EUR-CHF oszilliert bei 1.0894.

Die Nachrichtenlage beruhigte sich gestern bezüglich der Person Trump, nachdem US-Medien alte und längst bekannte Nachrichten vom Anfang Mai in den Vordergrund spielten. Das war sachlich, das war positiv vom medialen Sektor.

Unter Eid sagte der damals noch amtierende FBI-Chef Comey vor dem US-Senat aus, dass es seitens der Trump-Administration keine Behinderung der Untersuchungen gab. Aussagen unter Eid haben eben Aussagekraft.

Ein „Narrative“ des neokonservativ geprägten US-Establishments, um sich der Trump-Administration zu entledigen, ist geplatzt. Entsprechend ging die Risikoaversion an den Finanzmärkten geringfügig zurück.

Das US-Schuldendilemma ist zunehmend dramatisch. Nein, es geht an dieser Stelle nicht um das öffentliche Defizit, das im interdisziplinären Vergleich mit der Eurozone dramatisch ist, keine Frage. Es geht um die private Verschuldung und die Abhängigkeit der US-Konjunkturlage vom privaten Konsum (Korrelation bei circa 70% zum BIP).

Die Kreditausfallraten oszillieren auf den Niveaus des Jahres 2009. Wir bedanken uns bei Morgan Stanley für die Informationstiefe nachfolgender Charts.

1. Chart: Sektor Subprime, Ausfallraten, Kredite, die mehr als 60 Tage nicht bedient wurden:

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2. Chart: Auf das Jahr hochgerechnete Verlustraten:

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Neben der Höhe der Verschuldung der Konsumenten, neben der Nivellierung der Kreditvergabestandards auf ein historisch niedriges Niveau, neben dem erhöhten Leverage Kredit versus wiederkehrende mittlere Einkommen zeigt sich jetzt in der Performance der Kreditportfolien eine kritische Konstellation, die nicht ansatzweise an Märkten diskontiert ist.

Die Situation wird der Ausgangssituation von 2008/2009 immer ähnlicher! Positiv ist anzumerken, dass die US-Wirtschaft nicht mehr der maßgebliche Taktgeber der Weltkonjunktur sind. Die nächste US-Krise, sofern sie nicht zu geopolitischem Unheil missbraucht wird, wird in der Ansteckung nicht vergleichbar mit 2008/2009 sein.


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