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Volatilität als Vorbote eines verheerenden Börsencrashs

18.04.2018  |  Mark J. Lundeen
In der letzten Woche, als ich keinen Marktkommentar geschrieben habe, haben wir nicht viel verpasst. Am 23. März hat der Dow Jones den bislang tiefsten Stand im Rahmen seiner aktuellen Korrektur verzeichnet, als er 11,58% unter sein letztes Allzeithoch fiel (siehe Bear's Eye View Chart unten). Seitdem oszillierte der Aktienindex zwischen -10% und -8% im BEV-Chart, während sowohl bullische als auch bearishe Investoren abwarten und zunächst einmal sehen wollen, was auf sie zukommt.

Wie geht es nun weiter für den Dow Jones? Meiner Ansicht nach hat er am 26. Januar seinen vorerst letzten Rekordstand erreicht. Seitdem bildete er in den letzten drei Monaten eine Reihe tieferer Hochs und tieferer Tiefs aus.

Was wir unten sehen, ist kein bullisches Muster. Es wird erst dann wieder bullisch, wenn der Kurs im BEV-Chart über die -3,41-%-Linie vom 26. Februar steigt (roter Kreis). Ausgehend vom heutigen Schlussstand wäre nur ein Anstieg um 5% nötig, um die Bullen aufzuheitern und das bearishe Chartmuster umzukehren. Doch wird der Dow Jones das tun? Wenn er sich weiterhin in einem Bullenmarkt befindet, dann wird er erneut über diese Linie und noch höher klettern. Wenn die nächste Kursbewegung jedoch ein Einbruch unter die -11,58% ist, die am 23. März verzeichnet wurden, werde ich eine bullische Interpretation der aktuellen Entwicklung nicht einmal mehr in Erwägung ziehen.

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Was mich beunruhigt, ist nicht die Möglichkeit einer 20-%-Korrektur. Dazu kann es im Rahmen einer langen Hausse durchaus kommen. Doch der aktuelle Aufwärtstrend begann bereits im März 2009. Seitdem hat der Aktienindex gemessen an seinem diesjährigen Januar-Hoch ganze 20.000 Punkte zugelegt. Neun Jahre sind eine sehr lange Zeit für einen Aufwärtstrend ohne nennenswerte Korrektur. Die tiefste Korrektur war bislang ein Rückgang um 16% im Jahr 2011, d. h. eine deutliche Verringerung der Marktbewertungen ist längst überfällig.

Was mir in diesem Zusammenhang am meisten zu denken gibt, wird im folgenden Chart deutlich. Der Dow Jones, den ich stellvertretend für die allgemeinen Aktienmärkte betrachte, ist extrem überbewertet, und das schon seit Jahren, wenn nicht gar Jahrzehnten. Ein Blick auf den untenstehenden Chart reicht, um zu sehen, dass es keineswegs unvernünftig ist, zu verkaufen und sich vom Aktienmarkt fernzuhalten, bis der Dow Jones unter 5.000 Punkte gefallen ist - ganz gleich, wie lange das dauern mag.

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Wie die nachfolgende Tabelle zeigt, entspräche ein Rückgang des Dow Jones auf das Niveau von rund 5.000 Punkten einem Einbruch um 80%. Ein solcher Crash wäre mit der Großen Depression vergleichbar. Ich fürchte sogar, dass der ultimative Boden erst nach Kursverlusten gebildet wird, die den Rückgang um 89,19% in den 1930er Jahren noch übertreffen. In diesem Fall würden wir uns im Bereich der 90-%-Zeile in der untenstehenden Tabelle wiederfinden.

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Das heißt nicht zwangsläufig, dass sich der Aktienmarkt schon jetzt jener Panik nähert, zu der es letztendlich bei jedem Bärenmarkt kommt - aber möglich ist es. 1929 verzeichnete der Dow Jones am 3. September seinen Höchststand. Anschließend begannen sich die gefürchteten Tage mit Kursbewegungen von mindestens 2%, d. h. die Tage mit extremer Volatilität, zu häufen. 40 Handelstage nach dem Hoch sank der Dow Jones unter die -15-%-Linie im BEV-Chart.

Acht Tage später folgte der Schwarze Dienstag. Als sich die Verluste bereits auf knapp 40% beliefen, sprangen ehemalige Millionäre aus den Fenstern über der Wall Street - all das nur 48 Tage Handelstage nach dem Top des Bullenmarktes im September 1929.


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