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Powell gegen Goldstandard

11.07.2019  |  Redaktion
In einer Anhörung vor dem Kongress am Mittwoch lehnte der Vorsitzende der Federal Reserve Jerome Powell die Idee einer Rückkehr der USA zum Goldstandard ab, so Reuters. Auf die Frage einer Demokratin, ob die USA zum Goldstandard zurückkehren sollten, stellte Powell zuerst fest, dass seine Antwort nicht als Kritik an Judy Shelton angesehen werden sollte. Dann antwortete er: "Ich denke nicht, dass es eine gute Idee wäre."

Shelton ist Präsident Trumps Kandidatin für einen der zwei offenen Posten im Board of Governors. Sie hatte sich für eine Rückkehr zum Goldstandard ausgesprochen. Powell meinte, dies sei eine schlechte Idee, da es bedeuten würde, dass die Fed nicht mehr in der Lage sein würde, für Vollbeschäftigung und stabile Preise zu sorgen.

"Es kam in der jüngsten Geschichte sehr oft vor, dass der Goldpreis Signale aussendete, die für jedes dieser Ziele negativ gewesen wären", sagte Powell. "Und ich denke nicht, dass er attraktiv ist, kein anderes Land verwendet ihn."

Die USA kehrte 1971 vollständig vom Goldstandard ab. Sollte der Kongress die Gesetze ändern und die Fed zwingen, ihre Geldpolitik so zu führen, dass der Goldwert in US-Dollar stabil bleibe, könnte es Powell zufolge zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit oder großen Schwankungen der Inflation führen, wogegen die Fed nichts mehr unternehmen könne.

Als er von einem anderen Kongressabgeordneten an Trumps Vorwurf erinnert wurde, dass die Fed nicht wüsste, was sie tue, erwiderte Powell: "Ich würde sagen, sehen wir uns die Wirtschaft an und lassen sie für uns sprechen." Er wies dabei auf die sehr niedrige Arbeitslosenrate und eine Inflationsrate unter 2%, trotz Gegenwinden aus dem Ausland. "Alles in allem würde ich sagen, dass unsere Wirtschaft auf solidem Boden steht."


© Redaktion GoldSeiten.de



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