Märkte: Keine klaren Linien
21.07.2025 | Folker Hellmeyer

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Deutschland: Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen im Mai zurückgegangenIm Mai sind laut Statistischem Bundesamt weniger Baugenehmigungen erteilt worden als im Vorjahresmonat. Insgesamt wurde für den Bau von 16.800 Wohnungen grünes Licht gegeben. Das waren 5,3% weniger als im Mai 2024. Von Januar bis Mai 2025 wurden insgesamt 90.700 Wohnungen genehmigt. Das waren 1,9% mehr als im gleichen Zeitraum 2024.
Kommentar: Optimisten, die dem politischen Opportunismus frönen (gibt es!), schauen auf den Zeitraum Januar bis Mai mit einem Plus in Höhe von 1,9%, Realisten schauen auf die aktuelle Tendenz und die prekäre nominale Höhe von 90.700 Baugenehmigungen in den ersten fünf Monaten. Mehr gibt es nicht zu sagen!
Datenpotpourri der letzten 24 Handelsstunden
Eurozone: Starke Leistungsbilanz
Die Leistungsbilanz der Eurozone wies in der saisonal bereinigten Fassung per Mai einen Überschuss in Höhe von 32,3 Mrd. EUR nach zuvor 18,6 Mrd. EUR aus (revidiert von 19,8 Mrd. EUR).
Die Bauleistung in der Eurozone sank per Berichtsmonat Mai im Monatsvergleich um 1,68% nach zuvor +4,29% (revidiert von +1,65%).
Deutschland: Die Erzeugerpreise verzeichneten per Juni im Monatsvergleich einen Anstieg um 0,1% (Prognose 0,0%, Vormonat -0,2%). Im Jahresvergleich kam es zu einem Minus in Höhe von 1,3% (Prognose -1,3%, Vormonat -1,2%).
USA: Verbraucherstimmung laut Uni Michigan aufgehellt
Die Neubaubeginne stellten sich per Juni in der auf das Jahr hochgerechneten Fassung (annualisiert) auf 1,321 Millionen (Prognose 1,300 Mio.) nach zuvor 1.256 Millionen (revidiert von 1,263 Mio.). Die Baugenehmigungen lagen per Juni in der annualisierten Fassung bei 1,397 Millionen (Prognose 1,390 Mio.) nach zuvor 1,394 Millionen. Der Index des Verbrauchervertrauens nach Lesart der Universität Michigan legte laut vorläufigen Werten per Juli von zuvor 60,7 auf 61,8 Punkte zu (Prognose 61,5).

China: Weiter Schwäche bei ausländischen Direktinvestitionen
Ausländische Direktinvestitionen (FDI) sanken in der Phase von Januar bis Juni im Jahresvergleich um 15,2% nach -13,2% in der Phase Januar bis Mai 2025.

Derzeit ergibt sich für den EUR ein negativer Bias gegenüber dem USD. Erst ein Überwinden des Widerstandsfelds 1.1800 – 1.1830 negiert dieses Szenario.
Viel Erfolg!
© Folker Hellmeyer
Chefvolkswirt der Netfonds Gruppe
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