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Die kommende Schuldenkrise wird jeden treffen

04.07.2018  |  Mark J. Lundeen
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Der nachfolgende Kerzenchart, aus dem sich die Informationen zum täglichen Eröffnungs- und Schlusskurs, sowie zu den Tageshochs und -tiefs des Dow Jones ablesen lassen, sieht gar nicht gut aus für die Bullen an den Aktienmärkten. Seit Anfang Juni hatte der Dow Jones keine positive Woche mehr.

Die Märkte entwickeln sich nie lange in einer geraden Linie. Die Tatsache, dass es für den Dow Jones in letzten drei Wochen fast nur abwärts ging, deutet darauf hin, dass der Aktienindex in den nächsten Tagen oder Wochen zunächst gute Kursgewinne verzeichnen könnte.

Wenn wir also davon ausgehen, dass nun ein kurzfristiger Aufwärtstrend beginnt, dann sollte dieser den Dow Jones innerhalb des nächsten Monats besser über die 25.400-Punkte-Linie befördern. Wenn das nicht gelingt, könnte es im Herbst problematisch werden. Doch ob die Kurse nun steigen oder fallen, am allgemeinen Aktienmarkt bin ich ohnehin nur Zuschauer. Investieren möchte ich mein Geld lieber in Gold, Silber und die Aktien der Edelmetallunternehmen.

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Ein weiterer Faktor, der nichts Gutes für die Aktienmärkte verheißt, ist der Dow Jones US Home Construction Index, der die Hausbaubranche repräsentiert. Dieser Index hat seit seinem Hoch im Januar mehr als 20% nachgegeben.

Während der Immobilienblase von 2001 bis 2007 war der Hausbausektor ein äußerst dynamisches Marktsegment. Das Hoch, welches der Index bereits Mitte 2005 überschritt - mehr als ein Jahr, bevor sich die Probleme am Hypothekenmarkt abzeichneten - hätte damals eine frühzeitige Warnung für alle Marktbeobachter sein können. Nachdem die "Entscheidungsträger der Geldpolitik" nun erneut eine gigantische Blase am Immobilien- und Hypothekenmarkt aufgepumpt haben, könnte der Rückgang, den die Hausbaubranche seit Januar 2018 verzeichnet, auch heute wieder ein frühes Warnsignal sein.

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Wenn wir den obenstehenden Chart und die Hypothekenzinsen im folgenden Chart gegenüberstellen, ist es interessant zu beobachten, dass der Home Construction Index den Großteil seiner Kursgewinne seit Januar 2012 machte, während die Hypothekenzinsen gleichzeitig von 2,43% auf knapp unter 4% geklettert sind. In den letzten sechs Monaten, als sich die Zinsen der 4-%-Marke näherten und diese schließlich überschritten, begann jedoch der aktuelle Rückgang des Home Construction Index um mehr als 20%.

Anders gesagt kümmerte sich niemand um die steigenden Hypothekenzinsen, bis sie eines Tages einen zuvor nicht bekannten Schwellenwert erreichten und nach oben durchbrachen - in diesem Fall die 4-%-Linie. Ich gehe davon aus, dass es sich an den Aktienmärkten ähnlich verhalten wird, wenn die Rendite der US-Staatsanleihen schließlich eine vergleichbare, aber bislang noch unbekannte Schwelle erreichen. Wie die Hypothekenzinsen befinden sich auch die Anleiherenditen seit Juli 2016 wieder in einem Aufwärtstrend.

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