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Danke und positive Akzente mäßigen Risikoaversion

21.02.2019  |  Folker Hellmeyer
Der Euro eröffnet heute gegenüber dem USD bei 1.1328 (07:37 Uhr), nachdem der Tiefstkurs der letzten 24 Handelsstunden bei 1.1325 im europäischen Geschäft markiert wurde. Der USD stellt sich gegenüber dem JPY auf 110.76. In der Folge notiert EUR-JPY bei 125.45. EUR-CHF oszilliert bei 1.1346.

Bevor wir uns mit den gängigen Themen beschäftigen, bedanken Christian Buntrock und ich uns herzlich für das hochwertige Interesse als auch den freundlichen Umgang und das positive Feedback, das wir auf unserer Tour von Stuttgart über München nach Nürnberg und zuletzt nach Frankfurt erlebten. Es war uns eine Freude und Deutschland ist schön, attraktiv, vielseitig - klasse!

Laut Insidern ergibt sich konstruktive Bewegung in den Handelsgesprächen zwischen den USA und China. Man habe Eckdaten skizziert und arbeite an Absichtserklärungen bezüglich des geistigen Eigentums, der Dienstleistungen, des Technologietransfers, der Landwirtschaft und der Währung. Man bereitete zusätzlich eine Maßnahmenliste vor, um den Handelsüberschuss zu reduzieren. Das klingt zunächst gut und gewährleistet Zuversicht. Euphorie ist fehl am Platze.

Die US-Notenbank zieht laut der Veröffentlichung des letzten Protokolls der Offenmarktausschusssitzung in Betracht, den Abbau der Bilanz im laufenden Jahr zu stoppen. Bei dem US-Kredit-Leveragewäre alles andere verwunderlich Die Themen Entspannung an der US-Liquiditätsfront und Fortsetzung der US-Niedrigzinspolitik (historischer Kontext) mit der Konsequenz eines Auflebens des Themas Anlagenotstand kommen fraglos, wenn auch zögerlich auf die Agenda.

Diese Themen setzten positive Akzente bei der Reduktion der unverändert dominierenden Risikoaversion.


Bei dem Thema Brexit ist die Endrunde eingeläutet:

Die Unternehmensverbände im Vereinigten Königreich schlagen immer lauter Alarm. Zuletzt stimmte der Verband der Agrarindustrie in diesen Chor ein. Aber auch die Ratingagentur Fitch meldete sich zu Wort. Fitch prüft wegen der Brexit-Verhandlungen eine Herabstufung des britischen AA-Ratings. Ein ungeregelter EU-Austritt des UK würde immer wahrscheinlicher.

Politische und wirtschaftliche Eskapaden haben ihren Preis! So ist das, wenn elitäre Zirkel (ERG, Jacob Ress-Mogg und Konsorten) ideologisch geprägt populistisch eine Partei (Torys) kapern und ein ganzes Land für ihre ideologisch geprägte Politik losgelöst von Fakten in Geiselhaft nehmen, während sie gleichzeitig ihre Vermögen im Ausland sichern (Ratcliffe, Dyson, Rees-Mogg).

Wir heißt es doch so schön auf englisch. "Put your money, where your mouth is! (or shut up!)" Das kritische Crescendo, das jetzt im Themenbereich Brexit aus dem UK vernehmbar ist, impliziert am Ende mit zunehmender Wahrscheinlichkeit einen geregelten Brexit oder sogar einen Verbleib des UK in der EU (20% Wahrscheinlichkeit, leicht zunehmende Tendenz).


Datenpotpourri der letzten 24 Stunden:

Eurozone: Der Index des Verbrauchervertrauens der Eurozone legte per Februar von -7,9 auf 7,4 Punkte zu (Prognose -7,8). Laut finaler Berechnung sanken die deutschen Verbraucherpreise im Monatsvergleich per Januar um 0,8%. Im Jahresvergleich ergab sich ein Anstieg um 1,4%.

Japan: Die Erstschätzung für den Einkaufsmanagerindex des Sektors des verarbeitenden Gewerbes sank per Februar von 50,3 auf 48,5 Punkte. Der Auftragseingang im Baugewerbe sank im Jahresvergleich per Dezember um 3,7% nach zuvor -10,7%.

Zusammenfassend ergibt sich ein Szenario, das den Euro gegenüber dem USD favorisiert. Ein Unterschreiten der Unterstützungszone bei 1.1200 30 neutralisiert diese Bewertung.

Viel Erfolg!


© Folker Hellmeyer
Chefanalyst der Solvecon Invest GmbH



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