15. August 1971 – Der Anfang vom Ende der US-Hegemonie
22.08.2025 | Matt Piepenburg

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Politiker und bezahlte Ökonomen in Washingtons "Think Tanks" (ein Oxymoron?) haben es unterdessen geschafft, die Massen regelrecht zu hypnotisieren, so dass sie fälschlicherweise glauben, die utopischen Schuldenstände seien weiterhin tragbar. Wie das? Durch den ebenso utopischen Vorschlag, dass Währungen, die von einer Zentralbank per Mausklick erzeugt werden, in der Lage seien, solche Schuldenmengen zu neutralisieren – ohne Risiken für Währung, Wirtschaft oder Märkte. Doch wir (und der gesunde Menschenverstand) mahnen seit Jahren Folgendes an: Man kann eine Schuldenkrise nicht durch noch mehr Schulden lösen, die dann mit Geld monetarisiert werden, welches ex nihilo aus dem Nichts geschaffen wurde.
Der erste wunde Punkt: Kreditmärkte
Schulden machen so gut wie alles kaputt (davor warnen David Hume, von Mises und andere kritisch denkende "Goldbugs" seit Generationen)...
Und das trifft in erster Linie auf die USA und die globalen Kreditmärkte zu, denn dort durchlaufen sowohl politische Entscheidungsträger als auch Investoren eine Schuldenkrise nach der anderen. Doch Schuldenkrisen sind gewissermaßen nur Liquiditätskrisen und davon haben wir in jüngster Zeit eine ganze Reihe erlebt (obwohl sie von den Medien ignoriert wurden).
So waren die Repo-Krise von 2019, die Marktimplosion von 2020, die GILT-Krise von 2022, die Bankenkrise von 2023 und sogar die Zollkrise von April 2025 letztlich nur Vorboten einer Liquiditäts-, Kredit- und Schuldenkrise, die im Verborgenen brodelt, aber ignoriert wird.
In jedem dieser Fälle wurden die Kreditimplosionen durch laxe Zentralbankenpolitik "behoben", also entweder durch Zinssenkungen oder erhöhte Geldschöpfung.
Mit anderen Worten: Man kauft Zeit, Wählerstimmen und Ausreden, und die nächste Generation erbt den Albtraum.
Der zweite wunde Punkt: Aufgeblähte Anlagemärkte
Doch die Ausweitung der Geldschöpfung mittels grotesker Kreditausweitung, um einerseits "Notfall"-Liquidität bereitzustellen und andererseits einen ansonsten unbeliebten Markt für US-Staatsanleihen zu subventionieren und einen objektiv überbewerteten Aktienmarkt aufzublähen, ist keine "Lösung". Es ist lediglich eine schleichende Form der Währungsentwertung, die das Tempo der Vermögensungleichheit beschleunigt und gleichzeitig Marktblasenbildung und damit Marktrisiken rasant verschärft.
Marktblasen sind kein Zeichen von starken Volkswirtschaften
Jahrelang haben wir uns offen über die positiv verfälschte Fiktion des BLS (Amt für US-Arbeitsmarktstatistik) mokiert, welches falsche Inflationsberichte und skurril (sowie scheinbar konstant) optimistische Arbeitsmarktdaten veröffentlicht.
Doch jetzt, da die US-Realwirtschaft unter der unsichtbaren und statistisch verfälschten Inflationssteuer dahinkriecht und das Beschäftigungswachstum tatsächlich nach unten korrigiert wurde (was unsere Aussage, dass die Rezession bereits hier ist, bestätigt) feuert Trump den Leiter eben dieses BLS, weil dieser tatsächlich die Wahrheit gesagt hat.
Leute, egal, wie man politisch eingestellt ist – derart verrücktes Zeug kann man sich einfach nicht ausdenken. Aber warum sich den Kopf zerbrechen, wenn die unsterblichen Indizes S&P, NASDAQ und DOW (zu 90% in Besitz der obersten 10% der USA) uns doch schließlich retten werden. Oder etwa nicht?
Hmmm.
Dieser S&P bezieht 40% seiner Marktkapitalisierung aus sieben Aktien, deren Reingewinnmargen nur auf eine Mittelwertumkehr warten, sobald der KI-Hype (genau wie frühere Hypes wie Dotcom, Immobilien, Elektrizität, Automobilen und Eisenbahnen) überlaufen und überkauft ist.
Das Volumen kreditfinanzierter Aktienkäufe an den US-Märkten hat die Marke von einer Billion US-Dollar überschritten und liegt damit über den früheren Spitzenwerten der Dotcom-Bubble und der Blase vor 2008. Während der NASDAQ mit einem KGV von 49 gehandelt wird, verkaufen Insider wie Bezos Eigenanteile in Milliardenhöhe, und Warren Buffet höchstpersönlich sitzt überwiegend auf (hunderten Milliarden von) Barmitteln.
Kurz gesagt: Falls Sie glauben, dass derart aufgestellte Märkte die US-Wirtschaft retten werden, müssen Sie umdenken.
Angesichts der herrschenden Zins- und Rezessionsrisiken, die an die USA im Jahr 1929 und an Japan im Jahr 1989 erinnern, stehen die heutigen Märkte auf Messers Schneide. Als diese Blasen damals platzten, brauchte es Jahrzehnte, nicht Monate, bis die früheren Hochstände wieder erreicht waren.
Ich mein’ ja nur.
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Seit 20 Jahren empfehlen wir aus Vermögensschutzgründen Anlagen in Gold und Silber. Aus unserer Sicht
gab es nie eine Zeit, in der Edelmetalleigentum relevanter und zwingender notwendig war als heute.
gab es nie eine Zeit, in der Edelmetalleigentum relevanter und zwingender notwendig war als heute.
„Unserer aktuellen politischen und finanziellen Landschaft mangelt es gefährlich an Offenheit und ehrlichem Realismus in Bezug auf untragbare Schuldenstände und gescheiterte Geldpolitiken. Angesichts dieser historischen und globalen Schuldenkrise sind und bleiben bewusste Währungsabwertungen und pro-inflationäre Maßnahmen die neue Norm, trotz gegenteiliger offizieller Erklärungen. In einem so offen verzerrten Hintergrund fungiert Gold als Versicherung für offen sterbende Währungen.“
Hochsicherheitstresoranlagen in den Schweizer Alpen, in Zürich, in Singapur und in Dubai.
