WGC: Dezember krönt ein Rekordjahr für Gold-ETFs
08:31 Uhr | Redaktion
Der World Gold Council (WGC) hat kürzlich die neuesten Daten zu den weltweiten physischen Goldbeständen in börsengehandelten Fonds (ETFs) veröffentlicht. Die Daten fassen die Entwicklungen im Dezember zusammen. Demnach schlossen die Fonds das Jahr 2025 mit einem weiteren Plus ab und beendeten somit das stärkste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen positiv. Der WGC meldet Nettozuflüsse von 76,7 Tonnen bzw. 9,9 Mrd. $. Im Vormonat wurden Zuflüsse in Höhe von 41 Tonnen im Wert von 5,5 Mrd. $ gemessen. Im Jahr 2025 verzeichneten die weltweiten ETFs Zuflüsse von insgesamt 801,2 Tonnen Gold, was nur 90 Tonnen weniger als im Jahr 2020 sind.Die in Nordamerika registrierten Fonds verzeichneten im Dezember Zuflüsse in Höhe von 45,4 Tonnen im Wert von 6,2 Mrd. $. Der WGC führt dies unter anderem auf die zunehmenden Erwartungen hinsichtlich einer geldpolitischen Lockerung zurück. Die Anleger erwarten die Ernennung eines neuen Fed-Vorsitzenden Anfang 2026, von dem sie weitere Zinssenkungen erhoffen. Geopolitische Spannungen in den Beziehungen der USA zu Venezuela und Nigeria trugen zusätzlich zu Käufen sicherer Anlagen bei. Zudem hielt die Sorge um eine durch KI getriebene Aktienblase und die damit verbundene Volatilität das Interesse an Gold als Vermögenswert mit geringer Korrelation zu Aktien aufrecht.
Die europäischen Fonds verzeichneten ein Plus von 12,2 Tonnen bzw. 1 Mrd. $. Großbritannien und die Schweiz führten dabei die Zuflüsse in der Region an. Laut dem WGC führten die weltweit verschärften geopolitischen Spannungen sowie die stockenden Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine dazu, dass lokale Anleger weiterhin in großem Umfang in Gold-ETFs investierten. Zudem trieb die Stärke des Goldpreises die Anleger in der Region zu Gold-ETFs.
Die asiatischen Fonds schlossen den letzten Monat des Jahres mit Zuflüssen von 17,3 Tonnen im Wert von 2,5 Mrd. $ ab. Indien führte die Region dabei an und verzeichnete den stärksten Zufluss des Landes seit Beginn der Aufzeichnungen. Auch China und Japan fügten ihren Portfolios weiterhin Gold-ETFs hinzu. Laut WGC war einer der Gründe dafür die wachsenden Spannungen zwischen den beiden Ländern. Fonds in anderen Regionen verzeichneten im Dezember Zuflüsse in Höhe von 0,2 Mrd. $ bzw. 1,9 Tonnen. Die Zuflüsse kamen dieses Mal hauptsächlich aus der Türkei (155 Mio. $) und Australien (62 Mio. $).

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