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Haushalt 2026: Senkung der Goldzölle soll Indiens Rolle auf dem Weltmarkt neu gestalten

10:57 Uhr  |  Redaktion
Der indische Unionshaushalt für das Jahr 2026 wird voraussichtlich bedeutende Reformen zur Neugestaltung des Goldmarktes mit sich bringen, berichtet Whalesbook. Der Schwerpunkt liege dabei auf einer schrittweisen Senkung der Zölle. Diese Maßnahme ziele darauf ab, die Zollstrukturen zu vereinfachen und Indiens Position als globaler Goldhandelsplatz zu stärken.

Gold spielt mit einem Wert von fast vier Billionen US-Dollar eine entscheidende Rolle für die indische Wirtschaft. Es dient in privaten Haushalten als wichtiges Sparinstrument und Absicherung gegen Risiken. In der Vergangenheit hat die Regierung fiskalpolitische Maßnahmen, darunter Einfuhrzölle, eingesetzt, um die Goldnachfrage zu steuern. Mit der Stabilisierung des Marktes sind solche aggressiven Interventionen jedoch weniger notwendig, heißt es.

So wurden in der Vergangenheit die Einfuhrzölle erhöht, um die Nachfrage zu dämpfen und das Leistungsbilanzdefizit zu verringern, erklärt Whalesbook. Dies führe jedoch zu Schmuggel und Preisverzerrungen. Die jüngsten Zollsenkungen spiegeln einen Politikwechsel hin zu mehr Markttransparenz wider. Dieser kommt den Verbrauchern zugute und verringert den Druck auf Programme wie die Sovereign Gold Bonds.

Die Goldimporte seit Anfang des indischen Geschäftsjahres (1. April 2025) sind auf 51 Milliarden US-Dollar gestiegen, was einem Anstieg von 16% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das geringere Importvolumen deute jedoch darauf hin, dass nicht die Binnennachfrage, sondern die hohen Weltmarktpreise für den Anstieg verantwortlich sind. Den politischen Entscheidungsträgern wird empfohlen, nicht übermäßig auf Preisschwankungen zu reagieren.

Um die Rolle Indiens auf den globalen Goldmärkten zu stärken, werden weitere Zollsenkungen empfohlen, so der Bericht. Eine Senkung von 6% auf 4% könne die inländischen Preise an die globalen Standards angleichen und Indien dabei unterstützen, sich von einem Preisnehmer zu einem Preisbeeinflusser zu entwickeln.

Zu den Reformen sollte auch die Integration von Gold in die Finanzmärkte, die Aufhebung von Import-/Exportbeschränkungen sowie die Förderung goldgebundener Finanzinstrumente gehören, meint Whalesbook. Der Haushalt für das Jahr 2026 bietet die Gelegenheit, den indischen Goldmarkt in einen effizienteren, transparenteren und global wettbewerbsfähigeren Sektor zu verwandeln.


© Redaktion GoldSeiten.de



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