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Die ungeschriebene Geschichte von Nixon und der 35-Dollar-Goldbindung

25.02.2019  |  Mark J. Lundeen
Der Dow Jones Index stürmt in seinem Bear's Eye View (BEV) Chart den Hügel hinauf und behält dabei stets ein mögliches neues Hoch im Visier. In der letzten Woche ist er um 2,9% vorgedrungen, wodurch ihm nur noch 3,52% bleiben, bevor er wieder Aktienmarktgeschichte schreibt. Noch einige solcher Wochen mehr und der Dow Jones wird sich wieder im Rekordhöhenbereich befinden.

Das ist ein sehr starker Vorstoß, aber etwas stimmt mit ihm nicht. Dieser Vorstoß folgt auf den Korrekturboden bei -18,77% am 24. Dezember 2018, der tiefsten Korrektur seit dem Boden im Bärenmarkt am 9. März 2009. Vergleichen Sie es mit den anderen Korrekturen bei -7,5% (Rückgänge unter die rote Linie) unten. Auch sie stiegen zu neuen 0%-Linien im BEV-Chart, aber anders als beim aktuellen Vorstoß, hatten sie signifikante Korrekturen, bevor sie dort ankamen.

Sicher gab es seit Ende Dezember schlechtere Tage für den Dow Jones. Aber wenn man sich den unteren BEV-Chart ansieht, wird es offensichtlich, dass der Dow Jones in den letzten zwei Monaten ununterbrochene 14,92% angestiegen ist, was unüblich ist. Es sei denn, der momentane Marktvorstoß ist ein weiteres Beispiel für die Marktmanipulation "politischer Entscheidungsträger", wovon ich ausgehe.

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In dem untenstehenden täglichen Balkenchart für den Dow Jones überschritt er endlich die Abwärtstrendlinie, die am 3 Oktober beginnt.

Dieser Chart veranschaulicht, dass der derzeitige Vorstoß keine Korrekturen seit 24. Dezember aufweist. Außer am 3. Januar, an dem aufgrund extremer Volatilität ein Minus von 2,83% entstand, gab es beim Dow Jones überwiegend tägliche Steigerungen, wobei die täglichen Rückgänge der letzten zwei Monate unerheblich sind.

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Das ist starkes Marktgeschehen, aber wie haben die anderen wichtigen Marktindizes nach dem Korrekturboden am 24. Dezember abgeschnitten? Sehen wir uns die untenstehende Tabelle an.

Die Tabelle ist nach dem grünen Tabellenfeld sortiert, die die Vorstöße ab Marktschluss am 24. Dezember angibt. Die Spalte mit BEV-Daten basiert auf den letzten Rekordständen, die bei den meisten Indizes aus Anfang Oktober stammen. Wobei das nicht für den NYSE Financial Index gilt, dessen letztes Rekordhoch am 4. Juni 2007 (9.982,83) erzielt wurde.

Den Finanzunternehmen der NASDAQ-Indizes geht es gut. Allerdings haben die Unternehmen des NYSE Financial Index (Nr. 16) ihre Verluste aus dem Subprime-Hypothekendebakel noch nicht wettgemacht. Zwölf Jahre und unzählige Billionen Dollar "Finanzspritzen der politischen Entscheidungsträger" später ist der NYSE Financial Index immer noch 22,38% unter seinem Rekordhoch von Juni 2007.

Diese Unternehmen waren die eigentlichen Auslöser des letzten Bärenmarkts (Oktober 2007 bis März 2009). Wenn man sich ansieht, wie sie sich seither gemacht haben - wie Ausschussware - so könnten sie auch den nächsten (Bärenmarkt) auslösen.

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