Gold dürfte auch im Jahr 2026 eine wichtige Absicherung sein und das Potenzial haben, Renditen zu treiben. Die Bank of America (BofA) prognostiziert einen Durchschnittspreis von 4.538 $ pro Unze, berichtet Kitco News. Laut Michael Widmer, dem Leiter der Metallforschung bei der BofA, wird der Goldpreis durch die sich verschärfenden Marktbedingungen und die starke Ertragssensibilität gestützt.
Trotz der Möglichkeit eines hohen Goldpreises prognostiziert die Bank einen Rückgang des Angebots: Die nordamerikanischen Goldminenunternehmen werden in diesem Jahr voraussichtlich 19,2 Millionen Unzen produzieren, was einem Rückgang von 2% gegenüber 2025 entspricht, heißt es.
Silber sei zwar nicht so stabil wie Gold, könne für risikofreudige Anleger aber attraktiv sein. Historisch betrachtet könnte der Silberpreis auf Basis des aktuellen Gold-Silber-Verhältnisses zwischen 135 $ und 309 $ seinen Höchststand erreichen, so der Bericht. Widmer merkt an, dass Silber in naher Zukunft Gold übertreffen könnte, was trotz seiner Volatilität ein starkes Aufwärtspotential widerspiegle.
Widmer betont, dass Gold in Portfolios nach wie vor unterinvestiert ist, was Raum für weiteres Wachstum lässt. Er erwartet einen Anstieg des Goldpreises auf bis zu 5.000 $ pro Unze im Jahr 2026, wobei die Investitionsnachfrage nur um 14% steigen werde. Die Investitionen in goldgedeckte ETFs sind in letzter Zeit stark gestiegen und Widmer prognostiziert, dass die Zentralbanken weiterhin Gold kaufen werden, um ihre Reserven aufzustocken. Derzeit liegen diese bei etwa 15% der Gesamtbestände.
Die BofA befürwortet Gold ebenfalls als wichtiges Diversifizierungsinstrument. Widmer schlägt vor, dass Privatanleger 20% bis 30% ihres Portfolios in Gold halten sollten. Diese Verschiebung in der Vermögensallokation erfolgt vor dem Hintergrund einer wachsenden Skepsis gegenüber dem traditionellen 60/40-Aktien-Anleihen-Portfolio.
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