Der Goldpreis fiel am Donnerstag unter dem Druck eines starken US-Dollars. Die Anleger warteten auf wichtige US-Arbeitsmarktdaten, um die geldpolitische Ausrichtung der Federal Reserve sowie die Auswirkungen der US-Maßnahmen auf Venezuela einzuschätzen, berichtet Reuters.
Händler wägen die steigenden geopolitischen Risiken – darunter das Vorgehen der USA in Venezuela – gegen die wirtschaftlichen Signale aus den USA ab, heißt es. Bernard Sin von MKS PAMP betonte, dass die Marktstimmung diese Spannungen mit den Erwartungen weiterer Zinssenkungen durch die Fed ausgleicht, die durch schwächere Arbeitsmarktdaten ausgelöst wurden. Dennoch hielt sich der Dollar nahe seinem Zwei-Wochen-Hoch, da sich die Anleger auf die bevorstehenden US-Arbeitsmarktberichte einstellten, darunter die Daten zu den Beschäftigtenzahlen außerhalb der Landwirtschaft, die am Freitag veröffentlicht werden.
Gold liegt derzeit etwa 110 $ unter seinem Rekordhoch von 4 549,71 $, wobei die Gewinne durch den starken Dollar und Gewinnmitnahmen begrenzt werden. Die Zahl der offenen Stellen in den USA sank im November auf den niedrigsten Stand seit 14 Monaten, was auf eine Abkühlung der Arbeitsnachfrage hindeute und die Unsicherheit über den nächsten Schritt der Fed verstärke, erklärt Reuters.
Darüber hinaus könnte die Neugewichtung des Bloomberg Commodity Index (BCOM) in dieser Woche weitere Auswirkungen auf die Gold- und Silberpreise haben. Niedrigere Zielgewichtungen für diese Metalle könnten zu kurzfristigen Gewinnmitnahmen führen und damit Abwärtsdruck ausüben.
Silber, das im Dezember einen Höchststand von 83,62 $ erreicht hatte, fiel um 2,6% auf 76,08 $. HSBC prognostiziert für 2026 einen Silberpreis zwischen 58 $ und 88 $. Dies begründet das Unternehmen mit der starken Nachfrage und den hohen Goldpreisen. HSBC warnt jedoch auch vor einer möglichen Korrektur im Laufe dieses Jahres.
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