Zum ersten Mal seit 30 Jahren hat Gold US-Staatsanleihen als weltweit größtes Reservevermögen überholt, heißt es in einem Bericht von Mining.com. Dies stelle eine bedeutende Veränderung in der globalen Finanzdynamik dar. Laut Daten des World Gold Council (WGC) halten ausländische Zentralbanken mittlerweile Gold im Wert von fast 4 Billionen Dollar und übertreffen damit US-Staatsanleihen im Wert von 3,9 Billionen Dollar. Das letzte Mal geschah dies im Jahr 1996.
Diese Verschiebung fällt mit einem starken Anstieg des Goldpreises zusammen. Während einer Jahresendrally überschritt der Preis kürzlich die Marke von 4.500 Dollar pro Unze. Das Edelmetall beendete das Jahr 2025 mit einem Gewinn von beeindruckenden 70%, angetrieben durch geopolitische Spannungen und Sorgen um die finanzielle Nachhaltigkeit, was seine Attraktivität als sicherer Hafen weiter steigerte. In der ersten Woche des Jahres 2026 stieg der Goldpreis weiter um 3,6%, da sich die Zentralbanken von den hohen Preisen nicht abschrecken lassen, so der Bericht.
Trotz der gestiegenen Kosten haben die Zentralbanken aggressiv Gold gekauft. Der WGC prognostiziert für 2026 weitere Goldkäufe in Höhe von 1.000 Tonnen. Analysten gehen davon aus, dass dieser Trend eine strukturelle Veränderung der globalen Reservebestände signalisiert. Der Anstieg des Goldpreises hänge mit wachsenden Sorgen um die Stabilität der USA zusammen. Einige Experten führen die "Entdollarisierung" als wichtigen Faktor an. Angesichts der zunehmenden geopolitischen Spannungen und der potenziellen Instabilität der USA wenden sich viele Länder Gold als sichereren, gegenparteirisikofreien Vermögenswert zu.
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